Hofalmhütte – Pyhrgasgatterl – Genusstubn ab Spital am Pyhrn, Haller Mauern (02.06.26)

Ausblick auf das Tote Gebirge und OÖ Voralpen von der Hofalmhütte

Wegführung: Spital am Pyhrn /Haus Freunde der Natur (9.50) – Hofalmhütte (11.35-12.25) – Pyhrgasgatterl (13.25) – Trattenbacher Genusstubn (14.30-15.50) – Spital am Pyhrn (16.30)

Höhenmeter: 850 | Strecke: 14,7km | 6 verschiedene Orchideen: Fliegen-Ragwurz, Fuchs-Knabenkraut, Breitblättriges Knabenkraut, Mannsknabenkraut, Breitblättriges Waldvögelein, Großes Zweiblatt

Wetterlage: Föhnige Südwestströmung mit labiler Warmluft. Einzelne Modelle mit präfrontalen Gewittern.

Ausrüstung: Sony RX 100 VI (1Zoll-Kompaktkamera mit manuellem Fokus)

Auftakt zu einer langen Woche. Ich fuhr um 6.30 in Wien weg und konnte gemütlich im Railjet frühstücken, ehe ich in Linz umstieg. Gut zu wissen – um 8.04 fährt ein Interregio genannter Cityjet (einfache Garnitur) nach Graz, mit größeren Gruppen könnte es eng werden. Der CJ hat eine winzige erste Klasse im Kopfteil und die anderen Sitzplätze können reserviert werden. In Wien wäre es ein gewöhnlicher Nahverkehrszug.

Nach exakt drei Stunden kam ich pünktlich in Spital am Pyhrn an und checkte erstmal im Naturfreundehaus ein. Leider hatten sich die Modelle konsolidiert, dass der Anreisetag vom Wetter her länger stabil sein würde und am Folgetag eine schleifende Kaltfront eher trübes und regnerisches Wetter bringen würde. Umgekehrt wäre mir lieber gewesen. Aber so war es nun mal. Ich beschloss kurzfristig, mir einen gemütlichen Tag zu machen – die Folgetage würden mit dem Wanderführer-Grundmodul beim VAVÖ noch intensiv genug werden. Daher kam nur diese kleine Hüttenrunde mit zwei längeren Stops zustande, die dafür botanisch reichlich zu bieten hatte.

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Orchideen-Runde in den Föhrenbergen (17.05.26)

Kleines Knabenkraut (Anacamptis morio)

Wegführung: Kaltenleutgeben – Hochwiese – Norwegerwiese – Höllensteinhaus (Einkehr) – Josefswarte – Rodaun

Höhenmeter: 530 | Strecke: 15.8km

Vogelstimmen: Rotkehlchen, Buchfink, Kohlmeise, Mäusebussard, Tannenmeise, Mönchsgrasmücke, Goldammer, Zilpzalp, Singdrossel, Schwarzspecht, Grünspecht (Merlin-App); Viecher: Eichkatzl

Nach einer Woche in meiner mainfränkischen Heimat (Bilder folgen) zog es mich wieder in die Föhrenberge, an mir bekannten Plätzen nach Orchideen suchen, sowie neue Orte dafür erkunden. Ich wurde fündig und abgesehen davon blühte auch so reichlich. Zum Wetter später mehr.

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Orchideenrunde am Anninger, 08.05.26

Ausblick von der Wilhelmswarte zur Jubiläumswarte und bis zum Waldviertel am Horizont

Wegführung: Pfaffstätten Hst. – Heferlberg – Glaslauterriegel – Tieftal – Pfaffstättner Kogel – Wilhelmswarte – Kalvarienberg – Gumpoldskirchen Bf. (15.18)

Höhenmeter: 650 | Strecke: 13.7km

Viecher: Blindschleiche, Ringeltauben, Buntspecht, Kleiner Asseljäger

Vegetation: Hummel-Ragwurz, Helm-Knabenkraut, Vogel-Nestwurz, Schmalblättriges und Breitblättriges Waldvögelein; Gras-Schwertlilie, Orobranchen;

Aus Zeitgründen eine kürzere Tour (für meine Verhältnisse), aber diese sollte ausgiebig genutzt werden zur Orchideensuche (und anderes). Wetter: Lockere Quellwolken, stabil geschichtet und recht mild. Ungewöhnlich gute Fernsicht nach Norden und Osten.

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Botanischer Spaziergang bei Alland, Wienerwald (01.05.26)

Mannsknabenkraut (Orchis mascula)

Am Maifeiertag ging ich erstmals bei einer botanischen Exkursion des Alpenvereins (Reini Böhm-Raffay) mit, um mein zunehmendes Interesse an der Botanik etwas professioneller in die Praxis umzusetzen. Aus hoffentlich nachvollziehbaren Gründen werde ich von unserer Runde nahe Alland keinen Track einstellen. Leider gibt es immer noch Menschen, die geschützte oder seltene Pflanzen ausgraben. Manche Standorte werden sich möglicherweise aus der Perspektive heraus ergeben, aber ich verwende keine Ortsangaben, um sie leichter erraten zu können.

Strecke: 6,5km | Höhenmeter: 330 | Dauer der Exkursion: ca. 8 Stunden

Wir trafen uns um 09 Uhr s.t. beim Ausgangsort, der mit der Linie 265 von Mödling Richtung Rehazentrum Alland erreichbar war. Nach erneut leichtem Nachtfrost sollte es ein milder, überwiegend sonniger Tag werden. Im Schatten und mit Wind war es allerdings recht frisch. Die Bewölkung wurde später noch interessant.

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Unterwegs am Stadtwanderweg (27.04.26)

Spinnen-Ragwurz am Leopoldsberg

Wegführung: Kahlenbergerdorf – Nasenweg – Leopoldsberg – Vogelsangberg (516m) – Hermannskogel (544m) – Hameau – Gränberg (462m) – Heuberg (464m) – Jubiläumswarte (449m) – Satzberg (435m) – Dehnepark – Hütteldorf

Strecke: 20,3km | Höhenmeter: 830hm | Viecher: 5 Smaragdeidechsen, 2 Eichkatzln

Eigentlich wollte ich nach Frohnleiten an der Mur fahren, auf den Haneggkogel gehen, ein paar Kirchen besichtigen und gut essen gehen. Doch am Vorabend dämmerte mir, dass der aktuelle Waldbrand „nördlich von Graz“ genau am Nachbarberg meines geplanten Gipfels wütete – weniger als zehn Kilometer Luftlinie entfernt. Die Höhenströmung war zwar indifferent, aber durch die tageszeitliche Erwärmung war thermisch auflebender Südostwind zu erwarten, also im ungünstigen Fall stärkere Rauch- und Brandgeruchentwicklung. Das verschob ich lieber auf einen Zeitpunkt nach dem irgendwann hoffentlich eintreffenden Regen.

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Hoher Lindkogel (834m), Dernberg (640m) und Peilstein (716m), Wienerwald (25.04.26)

Coros Pace 4 Track auf der Open Topo Map (Start im Osten)

Wegführung: Helenental Cholerakapelle (8.50) – Steiniger Weg – Hoher Lindkogel (834m, 10.25) – Orchideenwiese (11.10) – Zobelhof – Dernberg (640m, 12.20) – Schwarzensee (13.00) – Peilsteinhaus (716m, 13.30-15.00) – Gipfelkreuz – Burg Neuhaus (16.00) – Weissenbach an der Triesting Haltestelle (16.35)

Höhenmeter: 1030 | Strecke: 21,7km | Reine Gehzeit: ca. 6 Stunden | Viecher: 2 Rehe, Katze

Ein lange gehegter Plan endlich umgesetzt: Vom Helenental ins Triesting unter Mitnahme zweier bekannter Kalkgipfel im Wienerwald. Dabei störten mich auch das Wochenende und das vermehrte Besucheraufkommen nicht. Der Samstag war für die Anfahrt sogar etwas günstiger, weil ich sechzehn statt sechs Minuten Umstiegszeit hatte. Der unmarkierte Steig nördlich vom Allandriegel war sehr schön zu gehen. Bei den Orchideenwiesen war ich zu früh dran für Orchideen. Der Weitwanderweg (04er) quert die Höfe ohne Hundebegegnung. Am Dernberg verpasste ich den echten Gipfel, dazu später mehr. Das Wetter gestaltete sich frühsommerlich warm, doch der lebhafte Westwind war sehr lästig.

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Mammutbäume, Waxenberg (501m) und Stift Göttweig, Dunkelsteinerwald (22.04.26)

Stift Göttweig im Anstieg zu den Mammutbäumen

Wegführung: Paudorf Hst. – Mammutbäume – Waxenberg – Klein-Wien – Predigtstuhl-Aussichtsplatz – Stift Göttweig – Aigen – Zellergraben – Furth-Palt Bahnhof

Höhenmeter: 650 | Strecke: 17,4km | Reine Gehzeit: | Viecher: 1 Smaragdeidechse, 2 Eichkatzln, Katze, Turmfalke

Nach mehreren Anläufen hat es endlich geklappt mit dieser Variante unter Einbezug mehrer Sehenswürdigkeiten am Wegesrand. Mein Gesamtfazit: Im Herbst wahrscheinlich noch ein wenig schöner mit der Laubfärbung und Fernsicht zu den Alpen. Zudem blühte recht wenig Interessantes für meine Augen am Boden. Abgesehen davon kam ich aber auf meine Kosten.

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Karlshöhe (831m), Saurüssel (1340m) und Lärchbaumriegel (1313m) ab Payerbach, Gahns (23.04.26)

Schirmföhren an einem Gratausläufers des Saurüsselbergs

Wegführung: Payerbach-Reichenau Bf. (9.40) – Mariensteig-Beginn (10.30) – Karlshöhe (831m, 10.55) – Saurüssel (1340m, 12.30) – Lärchbaumriegel (1313m, 13.20) – Knofelebenhütte (14.30-15.40) – Eng – Payerbach-Reichenau Bf. (17.10)

Höhenmeter: 1050hm | Strecke: 20,1km | Reine Gehzeit: ca. 5 Std. 45 Minuten | Viecher: Rudel Gämse

Geminsam mit Günter wollte ich mir den Jagdsteig auf die Karlshöhe anschauen, der schon seit längerem auf meiner Liste stand. Das Wetter war zwar verbesserungswürdig, aber zumindest blieb es den ganzen Tag trocken. Mit der lebhaftem Nordwestströmung bildeten sich am Alpenostrand hochreichende Gebirgswellen („mountain waves“), was uns neben dem kalten Dauerwind auch zunehmend ortsfeste Leebewölkung bescherte, die stundenlang die Sonne abschirmte.

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Braunsberg (346m), Schlossberg (291m) und Hundsheimer Berg (480m) ab Hainburg (19.04.26)

Track Coros Pace 4 auf OTM

Wegführung: Hainburg a.d. Donau Personenbahnhof (9.25) – Ruine Röthelstein – Keltenweg – Rundwanderweg – Keltenweg – Braunsberg (10.45) – Schlossberg (11.50) – Hundsheimer Berg (13.10) – Carnuntumstraße (14.05)

Höhenmeter: 680 | Strecke: 14,0km | Reine Gehzeit: ca. 4 Std.

Viecher: 1 Äskulapnatter, 2 Smaragdeidechsen, 1 Maulwurf

Vegetation: Blaurote Steinsame, Echte Kugelblumen (Braunsberg); Kugelblumen (Schlossberg), Zwergschwertlilien, Kugelblumen, Schwarzwurzel, Tonnen an Bärlauch (Hundsheimer Berg)

Ich wollte die Stunden vor dem markanten Kaltfrontdurchgang noch ausnutzen und daher verschlug es mich wieder einmal in die Hundsheimer Berge. Mein erster Besuch dort war Anfang November 2010 und seitdem hat mich die Hügellandschaft nicht mehr losgelassen. Insgeheim hoffte ich darauf, eine Orchidee auf einen von den Trockenrasen-Standorten zu finden, doch dafür war ich noch zu früh dran.

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Überschreitung des Kaiserkogels (716m) vom Pielachtal ins Traisental (17.04.26)

Track auf der OTM

Wegführung: Rabenstein (9.15) – Kaiserkogelhütte (12.15-14.00) – Kreisbach Hst. (16.30)

Höhenmeter: 580 | Strecke: 18,7km | Reine Gehzeit: ca. 4,5 Std. | Viecher: 1 Reh, 4 Katzen

Dieser Wanderung ging eine relativ spontane Entscheidung voraus, nachdem mich Michel auf sein Vorhaben hingewiesen hatte. Weite Teile der Strecke waren für mich neu. Ursprünglich wollten wir über Eschenau nach Traisen absteigen, aber die Alternative nach Wilhelmsburg erschien auch nicht viel länger. Asphaltlastig sind alle Varianten, aber die Landschaft entschädigte.

Das Wetter: Schwache bis mäßige Nordwestströmung, ein schwacher Seitentrog und geringe Schauerneigung. Eigentlich. Dazu später mehr.

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