Nördlicher Grafensteig, Schneeberg (26.07.26)

Durchquerung der Breiten Ries

Wegführung: Losenheim Sessellift Talstation (Bushaltestelle, 8.50) – Edelweißhütte (9.40) – Nördlicher Grafensteig – Haltestelle Baumgartner (13.10-14.30) – Hengsttal – Puchberg Bf. (16.10) | 870hm, 17.8km | Reine Gehzeit: ca. 6 Std. | Pannonischer Enzian, Roter Apollofalter

Nach dem Südlichen Grafensteig am Mittwoch also gleich der Nördliche Grafensteig fünf Tage später. Aufgrund der unsicheren Wetterlage (Gewittergefahr ab etwa 13 Uhr Lokalzeit) schied ein Gipfel von vorneherein aus. Beim Grafensteig gab es ein paar „Exit“-Strategien, den Unteren Schneidergraben oder Unterer Herminensteig, beide aber kein Vergnügen im Abstieg. Bis zur Haltestelle Baumgartner würde ich es aber wohl schaffen und dann je nach Wetterentwicklung entscheiden.

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Südlicher Grafensteig über Stadelwandgraben, Schneeberg-Gebiet (22.07.26)

Track auf der Open Topo Map

Kaiserbrunn (9.35) – Flusswanderweg – Stadelwandgraben (10.00) – Stadelwandhöhe (1407m, 11.50-12.00) – Südlicher Grafensteig (12.20) – Haltestelle Baumgartner (15.05-16.10) – Mieseltal – Puchberg Bf. (18.10) | 1260hm, 19,5km | ca. 7h 15 Minuten reine Gehzeit | 7 Gemsen, 1 Höllenotter, 1 Reh, Apollofalter, Braunrote Stendelwurz, Mücken-Händelwurz, diverse Steinbrech

Lückenschluss! Bei meiner erstmaligen Begehung des Stadelwandgrabens im August 2013 ließ ich den Hochschneeberg aus und ging stattdessen den Südlichen Grafensteig zur Kienthaler Hütte weiter. Dieses Mal sollte der östliche Teil bis Baumgartner folgen. Ursprünglich dachte ich daran, die Weichtalklamm mitzunehmen und den vollständigen Steig zu gehen, aber das wäre wohl etwas zu lang geworden. Außerdem hätte ich den Helm mitnehmen müssen und der Rucksack war auch so schon schwer genug. Mein Résumée: Schöne lange Hangquerung, die beiden exponierten Querungen der Königsschusswand und in den Großen Saugraben sind ausreichend versichert. Unangenehmer sind die erodierten Hänge im Saugraben mit Schuttlawinen. Bei Nässe, Schnee und Eis möchte ich das nicht gehen.

Jetzt fehlen mir noch der Nördliche Grafensteig und der Untere Herminensteig, dann hab ich die wichtigsten Steige ohne größeren Schwierigkeitsgrad am Schneeberg absolviert.

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Dürre und Gewitterflopp in den Föhrenbergen, 19. Juli 2026

Blick von der Hans-Nemecek-Hütte über die verbrannte Kuhheide auf Gießhübl und zum Anninger rechts

Wegführung: Kaltenleutgeben Annagasse (10.42) – Biermeierwiese – Spitzwiese – Höllensteinhaus (11.35-12.30) – Wassergspreng – Gießhübl (13.15-14.00) – Josefswarte/Kammersteinerhütte (14.50-15.45) – Parapluieberg – Rodaun Hst (16.54) | 640hm, 14.7km | 2 Schwarzspechte, 1 Ziesel

Nach dem Semmering-Erlebnis gleich das nächste „Gewitter-Chasing“ zu Fuß und ebenfalls bewusst und gut kalkuliert. Es war von vorne herein klar, dass eine längere Tagestour nicht zur Debatte stand: Kaltfrontdurchgang mit Gewittern und stürmischem Nordwestwind. Die Modelle waren am Abend umgesprungen auf potentielle Flopp-Gefahr in Wien – damit hätte ich im besten Fall ein paar Stunden länger ausreichende Bedingungen, um mich zu bewegen. Mein Plan ging auf und so gab es genügend Gelegenheiten, die besorgniserregende Trockenheit in den Föhrenbergen zu dokumentieren.

Kleine Fallstudie zum „Wiener Lurcheffekt“ auf meinem Wetterblog.

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Sonnwendstein (1523m), Erzkogel (1504m) und Hirschenkogel (1340m), Semmering (14.07.26)

Track der Coros Pace 4 auf GPX Studio

Wegführung: Maria Schutz Feuerwehr Hst. (9.30) – Gebirgsjägersteig – Sonnwendstein /Pollereshütte (11-12) – Erzkogel – Hirschenkogel (Milleniumswarte, 13.10) – Enzianhütte (Einkehr, 13.40-14.30) – Semmering Bf. (15.00)

Höhenmeter: 900 | Strecke: 11km | Reine Gehzeit: ca. 3,5 Stunden

Ein Wandertag mit gewitterbedingt wenig Spielraum für längere Touren. Insofern musste etwas her mit kurzer Strecke, schnellen Höhenmetern und Abbruch- bzw. Unterstellmöglichkeiten. Da fiel meine Wahl auf den Semmering. Es war am Ende relativ knapp, aber ich kam trocken am Bahnhof an und hatte trotzdem mein Naturerlebnis an diesem Tag.

Richtig erholsam war der Ausflug allerdings nicht und das war maßgeblich den ÖBB zu verdanken, wegen denen ich auf der Rückfahrt über 40 Minuten Verspätung aufriss.

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Toblacher Pfannhorn (2663m) ab Innervillgraten-Ebene (03.07.26)

Drei-Zinnen-Blick vom Gipfel des Toblacher Pfannhorns

Wegführung: Natur Residenz (1413m, 8.50) – Schmugglersteig – Kalkstein (9.45) – Ruschletalm – Pfanntörl (2508m, 12.05) – Toblacher Pfannhorn (2663m, 12.45-13.00) – Kalkstein (Badl-Alm, 15.05)

Höhenmeter: 1280 | Strecke: 14.3km | Reine Gehzeit: ca. 5 Std. 30 Minuten | Viecher: Steinschmätzer

Der erste hohe Gipfel meiner Innervillgratenwoche. Akribisch geplant und bis zuletzt war ich doch unsicher, wie ich die Route anlegen soll. Entfernungen und Wegbeschaffenheit richtig einschätzen war die ersten Tage eine Herausforderung. Wie schon am Vortag war ich viel zu früh wieder unten, hatte dadurch aber genug Zeit und Muße für eine Einkehr auf der Badl-Alm. Der 3-Zinnen-Blick alleine hat den prächtigen Aussichtsgipfel bereits gelohnt, aber wie üblich war auch die Botanik reizvoll.

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Orchideenrunde über den Krummbachstein (1602m), Schneeberg-Gebiet (24.06.26)

Track auf der OTM „Mascherlrunde“

Wegführung: Kaiserbrunn Hst. (9.40) – Miesleitensteig – Knofeleben (11.50) – Krummbachstein (12.50) – Schiblsteig – Krummbachsattel (13.30) – Wassersteig – Knofelebenhütte (14.45-16.30) – Eng – Payerbach-Reichenau Bf. (18.10)

Strecke: 17,5km | Höhenmeter: 1200 | Vegetation: 7 verschiedene Orchideenarten | Viecher: Zaunkönig, Fitis (akustisch), Forsthausjagdhund und Katz | Gehzeit: ca. 6 Std.

Tag noch genutzt vor der großen Hitze, aber unerträglich war es trotzdem. Wäre ich in Wien geblieben, wäre es mit 8°C Taupunkt gut aushaltbar gewesen, aber ich wollte ja auf den Berg und obwohl es am rund 10 Grad kühler war als in Wien, lag der Taupunkt gut 10 Grad höher. So eine Schwüle hab ich nicht oft erlebt. Entsprechend war diese Tour eine grenzwertige Partie. Mit genug Flüssigkeit ging es zum Glück und botanisch war der Weg so interessant, dass ich ohnehin ständig zum Schauen und Fotografieren stehenblieb.

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Hofalmhütte – Pyhrgasgatterl – Genusstubn ab Spital am Pyhrn, Haller Mauern (02.06.26)

Ausblick auf das Tote Gebirge und OÖ Voralpen von der Hofalmhütte

Wegführung: Spital am Pyhrn /Haus Freunde der Natur (9.50) – Hofalmhütte (11.35-12.25) – Pyhrgasgatterl (13.25) – Trattenbacher Genusstubn (14.30-15.50) – Spital am Pyhrn (16.30)

Höhenmeter: 850 | Strecke: 14,7km | 6 verschiedene Orchideen: Fliegen-Ragwurz, Fuchs-Knabenkraut, Breitblättriges Knabenkraut, Mannsknabenkraut, Breitblättriges Waldvögelein, Großes Zweiblatt

Wetterlage: Föhnige Südwestströmung mit labiler Warmluft. Einzelne Modelle mit präfrontalen Gewittern.

Ausrüstung: Sony RX 100 VI (1Zoll-Kompaktkamera mit manuellem Fokus)

Auftakt zu einer langen Woche. Ich fuhr um 6.30 in Wien weg und konnte gemütlich im Railjet frühstücken, ehe ich in Linz umstieg. Gut zu wissen – um 8.04 fährt ein Interregio genannter Cityjet (einfache Garnitur) nach Graz, mit größeren Gruppen könnte es eng werden. Der CJ hat eine winzige erste Klasse im Kopfteil und die anderen Sitzplätze können reserviert werden. In Wien wäre es ein gewöhnlicher Nahverkehrszug.

Nach exakt drei Stunden kam ich pünktlich in Spital am Pyhrn an und checkte erstmal im Naturfreundehaus ein. Leider hatten sich die Modelle konsolidiert, dass der Anreisetag vom Wetter her länger stabil sein würde und am Folgetag eine schleifende Kaltfront eher trübes und regnerisches Wetter bringen würde. Umgekehrt wäre mir lieber gewesen. Aber so war es nun mal. Ich beschloss kurzfristig, mir einen gemütlichen Tag zu machen – die Folgetage würden mit dem Wanderführer-Grundmodul beim VAVÖ noch intensiv genug werden. Daher kam nur diese kleine Hüttenrunde mit zwei längeren Stops zustande, die dafür botanisch reichlich zu bieten hatte.

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Orchideen-Runde in den Föhrenbergen (17.05.26)

Kleines Knabenkraut (Anacamptis morio)

Wegführung: Kaltenleutgeben – Hochwiese – Norwegerwiese – Höllensteinhaus (Einkehr) – Josefswarte – Rodaun

Höhenmeter: 530 | Strecke: 15.8km

Vogelstimmen: Rotkehlchen, Buchfink, Kohlmeise, Mäusebussard, Tannenmeise, Mönchsgrasmücke, Goldammer, Zilpzalp, Singdrossel, Schwarzspecht, Grünspecht (Merlin-App); Viecher: Eichkatzl

Nach einer Woche in meiner mainfränkischen Heimat (Bilder folgen) zog es mich wieder in die Föhrenberge, an mir bekannten Plätzen nach Orchideen suchen, sowie neue Orte dafür erkunden. Ich wurde fündig und abgesehen davon blühte auch so reichlich. Zum Wetter später mehr.

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Orchideenrunde am Anninger, 08.05.26

Ausblick von der Wilhelmswarte zur Jubiläumswarte und bis zum Waldviertel am Horizont

Wegführung: Pfaffstätten Hst. – Heferlberg – Glaslauterriegel – Tieftal – Pfaffstättner Kogel – Wilhelmswarte – Kalvarienberg – Gumpoldskirchen Bf. (15.18)

Höhenmeter: 650 | Strecke: 13.7km

Viecher: Blindschleiche, Ringeltauben, Buntspecht, Kleiner Asseljäger

Vegetation: Hummel-Ragwurz, Helm-Knabenkraut, Vogel-Nestwurz, Schmalblättriges und Breitblättriges Waldvögelein; Gras-Schwertlilie, Orobranchen;

Aus Zeitgründen eine kürzere Tour (für meine Verhältnisse), aber diese sollte ausgiebig genutzt werden zur Orchideensuche (und anderes). Wetter: Lockere Quellwolken, stabil geschichtet und recht mild. Ungewöhnlich gute Fernsicht nach Norden und Osten.

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Botanischer Spaziergang bei Alland, Wienerwald (01.05.26)

Mannsknabenkraut (Orchis mascula)

Am Maifeiertag ging ich erstmals bei einer botanischen Exkursion des Alpenvereins (Reini Böhm-Raffay) mit, um mein zunehmendes Interesse an der Botanik etwas professioneller in die Praxis umzusetzen. Aus hoffentlich nachvollziehbaren Gründen werde ich von unserer Runde nahe Alland keinen Track einstellen. Leider gibt es immer noch Menschen, die geschützte oder seltene Pflanzen ausgraben. Manche Standorte werden sich möglicherweise aus der Perspektive heraus ergeben, aber ich verwende keine Ortsangaben, um sie leichter erraten zu können.

Strecke: 6,5km | Höhenmeter: 330 | Dauer der Exkursion: ca. 8 Stunden

Wir trafen uns um 09 Uhr s.t. beim Ausgangsort, der mit der Linie 265 von Mödling Richtung Rehazentrum Alland erreichbar war. Nach erneut leichtem Nachtfrost sollte es ein milder, überwiegend sonniger Tag werden. Im Schatten und mit Wind war es allerdings recht frisch. Die Bewölkung wurde später noch interessant.

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