VAVÖ Grundmodul – ein Erfahrungsbericht (Teil I)

Höchste Erhebung vom Schweizersberg (Stummerkogel 817m), 05. Juni 2026 (im Hintergrund tiefbasige Quellwolken aus der Restfeuchte)

Ich gehe seit sechzehn Jahren regelmäßig und ganzjährig in die Berge und habe mir schon einen gewissen Erfahrungsschatz aufgebaut. Wiederholt war (und bin) ich bei geführten Touren dabei und konnte mir zuletzt immer öfter vorstellen, selbst einmal Gruppen zu führen und an meinem breit gefächerten Hintergrundwissen teilhaben zu lassen. Ich habe mich beim VAVÖ privat angemeldet, um erst einmal unverbindlich hineinzuschnuppern, ob das überhaupt etwas für mich ist, ehe ich weitere Schritte setze.

Vorab: Beim Grundmodul gibt es keine Prüfung, sondern eine Kursbesuchsbestätigung, die einen dazu befähigt, unentgeltlich Touren zu führen. Erst mit dem Aufbaumodul darf man entgeltlich, also selbständig oder für Tourismusbetriebe führen – dort gibt es auch eine mündliche und schriftliche Prüfung. Das Aufbaumodul kann je nach finanziellen Ressourcen in vier oder (entspannter in) fünf Tagen abgeschlossen werden. Optional gibt es für den Winter ein Schneeschuhwandermodul, aber erst nach dem Aufbaumodul.

Inhalt:

Wir waren insgesamt fünfzehn Teilnehmer und vier Kursleiter, von denen Klaus und Uwe den Großteil der Organisation und Themengebiete (Orientierung, Naturkunde, Gruppendynamik) übernommen haben. Kathrin brachte uns rechtliche Aspekte näher und Hans das Notfallmanagement am Berg im Schnelldurchgang.

Ablauf:

Der Kurs gliederte sich in einen Theorieblock am Donnerstag, aufgelockert durch Orientierungsübungen vor dem Hotel, danach Wetterkunde und Kennenlernübungen. Am Freitagvormittag kam das Recht, danach ein Spaziergang mit intensivem Orientierung üben am Schweizersberg bei Windischgarsten. Am Samstag ein weiterer Spaziergang von Roßleithen zum Pießlingursprung und zum Gleinkersee mit Schwerpunkt Naturkunde. An beiden Tagen zwei Kleingruppen mit je acht bzw. sieben Teilnehmern, sodass jeder einmal für ein kurzes Teilstück die Gruppe führen und ein „Gestaltungselement“ einbringen durfte. Ich redete natürlich übers Wetter, andere brachten Achtsamkeitsübungen oder Informatives zur Umgebung. Am Abend dann noch Notfallmanagement mit praktischen Übungen. Da war ich schon ziemlich an meinem Kapazitätsende angelangt leider. Wie ich feststellen musste, hatte ich von Erster Hilfe ziemlich am wenigsten Ahnung von allen und werde bald einen Kurs diesbezüglich nachholen. Am letzten Tag kamen noch einmal Orientierung mit praktischen Übungen sowie ein Streifzug durch die Botanik, und ein gruppenpädagogischer Teil, immer sehr kurzweilig. Mit einer Feedbackrunde in Kleingruppen schloss der Kurs und jeder durfte sich stolz die Bestätigung abholen.

Bisherige Erfahrungsberichte: Eli (2019) und Gert 2014

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Josefiberg und Moltersberg (971m) ab Spital am Pyhrn (03.06.26)

Track auf der Open Topo Map

Höhenmeter: 400 | Strecke: 8.3km | Orchideen, Regenwetter

Eine kurzfristig improvisierte Tour, nachdem es zunächst nicht danach aussah, als ob es tagsüber zu regnen aufhören würde. Ich frühstückte ausgiebig und brach dann mit Regenschirm und Regenhose bewaffnet mit Zweckoptimismus auf. Dieses Mal nur Handyfotos. Vom Josefiberg hab ich lustigerweise erst am Vorabend das erste Mal gehört. Man braucht schon hochaufgelöste Karten, um das langgestreckte Bergl zwischen Autobahn und Ort zu erkennen.

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Botanischer Spaziergang bei Alland, Wienerwald (01.05.26)

Mannsknabenkraut (Orchis mascula)

Am Maifeiertag ging ich erstmals bei einer botanischen Exkursion des Alpenvereins (Reini Böhm-Raffay) mit, um mein zunehmendes Interesse an der Botanik etwas professioneller in die Praxis umzusetzen. Aus hoffentlich nachvollziehbaren Gründen werde ich von unserer Runde nahe Alland keinen Track einstellen. Leider gibt es immer noch Menschen, die geschützte oder seltene Pflanzen ausgraben. Manche Standorte werden sich möglicherweise aus der Perspektive heraus ergeben, aber ich verwende keine Ortsangaben, um sie leichter erraten zu können.

Strecke: 6,5km | Höhenmeter: 330 | Dauer der Exkursion: ca. 8 Stunden

Wir trafen uns um 09 Uhr s.t. beim Ausgangsort, der mit der Linie 265 von Mödling Richtung Rehazentrum Alland erreichbar war. Nach erneut leichtem Nachtfrost sollte es ein milder, überwiegend sonniger Tag werden. Im Schatten und mit Wind war es allerdings recht frisch. Die Bewölkung wurde später noch interessant.

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Garstnereck (794m) bei Windischgarsten (02.10.25)

Spaziergang: 270hm | 9km

Mein Rasttag. Zyklonale Nordostlage mit Feuchtezufuhr bei niedriger Schneefallgrenze. Höchstwerte um 6 Grad C in Windischgarsten. Und leider bis zum mittleren Nachmittag weiterer Regen in der Zeit, wo ich unterwegs war. Entsprechend ging sich nur eine kleine Wanderung aufs Garstnereck aus.

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Wurbauerkogel (858m), Windischgarsten (27.09.25)

Windischgarsten von der „Gmeiner Aussicht“ – Im Hintergrund Totes Gebirge

Meine Wanderwoche in Windischgarsten stand unter keinem guten Stern. Das Spätsommerwetter war eine Woche davor zu Ende gegangen und das Höhentief setzte sich über den Alpen fest. Bis zuletzt stand es auf der Kippe, ob sich nicht doch die wärmeren Modell-Lösungen mit föhnigem Südostwind durchsetzen würden. Dann war leider klar, dass die kälteste und feuchteste Variante kommen würde. Ich dachte offen gesagt über Stornierung nach, weil ich sämtliche Bergziele über den Haufen werfen musste, aber zog es dann doch mangels Alternativen durch. Zumal ich an zwei Tagen Begleitung haben würde. Letztendlich hab ich es nicht bereut, auch wenn es mental herausfordernd war, trotz Sauwetter weiterzugehen.

Am Samstag, Anreisetag, konterkarikierte das Wetter meine Pläne mit föhnigem Südwind und milden 19°C bei einigen Sonnenstunden. Ich musste bis 14 Uhr auf den Check-in warten und spazierte daher durch den Ort und danach noch auf den Wurbauerkogel – so wie im Vorjahr im Frühsommer, wo es ebenfalls meine erste „Tour“ am Anreisetag war. Beim Besuch des Panoramaturms konnte ich gleich das erste Mal meine Pyhrn-Priel-AktivCard nutzen.

Statistik: 4.4km und 260hm – das qualifiziert bei meiner Definition nur für einen Spaziergang, aber die Bilder möchte ich trotzdem nicht vorenthalten.

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