Leopoldsberg, Handleinsberg, Vogelsangberg und Hermannskogel (04.09.26)

Herbstzeitlose auf der Schwabenwiese

Wegführung: Kahlenbergerdorf – Nasenweg – Leopoldsberg (425m) – Klosterwald – Handleinsberg (495m) – Vogelsangberg (516m) – Hermannskogel (544m) – Gasthaus zum Agnesbründl – Kohlenbrennergraben – Cobenzl – Oberer Reisenbergweg – Grinzing | 560hm, 12.7km

Der vielleicht letzte extrem heiße Sommertag in diesem Jahr. In Wien waren es nochmal +33°C, an der Uni Innsbruck sogar 34,3°C – der alte Bundesland-Rekord in Kufstein für September von 1947 um 1,2°C überboten. Erstmals in der österreichischen Messgeschichte gab es in einem September über 1100m Seehöhe einen Hitzetag: 30,1°C in Seefeld. Neuer Septemberrekord auch in Frankreich, mit 40,8°C in Durban-Corbières (Golf von Lyon). In Südtirol (Bozen) gab es bereits 85 Tage mit über 30°C und es kommen noch ein paar hinzu – das sind drei volle Monate.

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Überschreitung der Föhrenberge im Zeichen der Dürre, 31.08.26

Selfie auf der Webcam der Kammersteinerhütte

Wegführung: Sulz im Wienerwald (9.25) – Sulzberg (606m) – Julienfelsen – Höllensteinhaus (645m, 11.00-11.45) – Hoher Ge (532m) – K2 (549m) – Gaisberg (602m, 12.55) – Großer Sattelberg (584m) – Mugl-Höhe (556m) – Hinterer Föhrenberg (581m, 13.55) – Parapluieberg (561m) – Franz-Ferdinand-Haus (14.25-16.05) – Bierhäuslberg (488m) – Rodaun (17.00)

700hm, 16.2km, ca. 5 Stunden | 1 Reh | extreme Dürre, v.a. Eichen und junge Buchen ohne Fremdeinwirkung umgefallen, an Wurzel vertrocknet, verhungernde Kaltfront

Geburtstag in Wien und bis zum Vortag war unsicher, ob die Kaltfront mit oder ohne Niederschlag durchgehen würde. So ließ sich keine größere Bergtour planen, also blieb ich in der Nähe. Das war aufgrund der instabilen ÖBB wahrscheinlich auch die frustfreiere Variante. Schon bei der Anfahrt nach Liesing hatten wir zehn Minuten Verspätung – bei fünfzehn Minuten planmäßiger Fahrtzeit.

Letztendlich war es dann ein gelungener Ausflug, wenn auch bei deprimierendem Landschaftsbild. Ob sich der Wald jemals wieder erholen kann?

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Wilhelmswarte, Jubiläumswarte und Klesheimwarte am Anninger, Wienerwald (21.08.26)

Wilhelmswarte am Anninger (675m)

Wegführung: Gumpoldskirchen – Steinweg – Wilhelmswarte – Jubiläumswarte – Tieftal – Pfaffstättner Kogel – Pfaffstätten Hst. | 800hm, 15.4km | 2 Ringeltauben, 1 Schwarzspecht, viele Bläulinge

Nach den höhenmeterintensiven Wochen in Osttirol und am Ötscher brauchte ich ein paar Ruhetage, ehe ich wieder unterwegs sein sollte. Am Vortag war es schwülheiß mit Gewittern, am Folgetag nurmehr extrem schwül durch die starken Niederschläge. Meine Wahl fiel auf den Anninger, um die Dürreschäden zu dokumentieren und den ersten Tag auszunutzen, den die Prokschhütte nach dem Urlaub wieder offen hatte.

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Leopoldsberg und Kahlenberg-Ostgrat alpin (20.05.26)

Track auf der OTM (Coros Pace 4)

Wegführung: Kahlenbergerdorf (10.30) – Nase direttissima – Leopoldsberg – Nasenweg – Nase direttissima – Leopoldsberg – Waldbachgraben – Kahlenberg-Ostgrat (I) – Kahlenberg – Vogelsangberg – Cobenzl (14.30)

Höhenmeter: 770 | Strecke: 9.4km | Gehzeit: 4 Std.

Eigentlich wollte ich nur schaun, ob noch Orchideen am Nasenweg auffindbar waren, nachdem knapp vier Wochen vorher die Wegböschung ausgeschnitten wurde. Dabei wurden wahrscheinlich tatsächlich einige Exemplare weggesenst, aber abseits des Weges wurde ich ebenfalls fündig. Der direkte Anstieg über die Nase über die Felsen war so anregend, dass ich ihn gleich ein zweites Mal ging. Erstmals stieg ich beim Kosakendenkmal den sausteilen Steig hinab zum Waldbach und begegnete ausgerechnet an der steilsten Stelle zwei jungen Franzosen im Aufstieg.

Beim Anstieg zum Ostgrat sah ich eine Frau mit Flip-Flops den zahmeren Ostkamm gehen, trotzdem mit diesen Schuhen wahrscheinlich kein Vergnügen. Vogelsangberg-Besteigung Nr. 54 war dann gewissermaßen Pflichtprogramm, aber mit der Merlin-App horche ich derzeit umso gespannter in den Wald hinein. Da der Kahlenberg-Imbiss leider geschlossen hatte und mir das Wasser ausgegangen war, fuhr ich ab Cobenzl zurück.

Um eine Erkenntnis war ich auch reicher: Ich erreichte einen Maximalpuls von 175, ohne kurzatmig zu werden.

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Orchideen-Runde in den Föhrenbergen (17.05.26)

Kleines Knabenkraut (Anacamptis morio)

Wegführung: Kaltenleutgeben – Hochwiese – Norwegerwiese – Höllensteinhaus (Einkehr) – Josefswarte – Rodaun

Höhenmeter: 530 | Strecke: 15.8km

Vogelstimmen: Rotkehlchen, Buchfink, Kohlmeise, Mäusebussard, Tannenmeise, Mönchsgrasmücke, Goldammer, Zilpzalp, Singdrossel, Schwarzspecht, Grünspecht (Merlin-App); Viecher: Eichkatzl

Nach einer Woche in meiner mainfränkischen Heimat (Bilder folgen) zog es mich wieder in die Föhrenberge, an mir bekannten Plätzen nach Orchideen suchen, sowie neue Orte dafür erkunden. Ich wurde fündig und abgesehen davon blühte auch so reichlich. Zum Wetter später mehr.

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Orchideenrunde am Anninger, 08.05.26

Ausblick von der Wilhelmswarte zur Jubiläumswarte und bis zum Waldviertel am Horizont

Wegführung: Pfaffstätten Hst. – Heferlberg – Glaslauterriegel – Tieftal – Pfaffstättner Kogel – Wilhelmswarte – Kalvarienberg – Gumpoldskirchen Bf. (15.18)

Höhenmeter: 650 | Strecke: 13.7km

Viecher: Blindschleiche, Ringeltauben, Buntspecht, Kleiner Asseljäger

Vegetation: Hummel-Ragwurz, Helm-Knabenkraut, Vogel-Nestwurz, Schmalblättriges und Breitblättriges Waldvögelein; Gras-Schwertlilie, Orobranchen;

Aus Zeitgründen eine kürzere Tour (für meine Verhältnisse), aber diese sollte ausgiebig genutzt werden zur Orchideensuche (und anderes). Wetter: Lockere Quellwolken, stabil geschichtet und recht mild. Ungewöhnlich gute Fernsicht nach Norden und Osten.

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Hoher Lindkogel (834m), Dernberg (640m) und Peilstein (716m), Wienerwald (25.04.26)

Coros Pace 4 Track auf der Open Topo Map (Start im Osten)

Wegführung: Helenental Cholerakapelle (8.50) – Steiniger Weg – Hoher Lindkogel (834m, 10.25) – Orchideenwiese (11.10) – Zobelhof – Dernberg (640m, 12.20) – Schwarzensee (13.00) – Peilsteinhaus (716m, 13.30-15.00) – Gipfelkreuz – Burg Neuhaus (16.00) – Weissenbach an der Triesting Haltestelle (16.35)

Höhenmeter: 1030 | Strecke: 21,7km | Reine Gehzeit: ca. 6 Stunden | Viecher: 2 Rehe, Katze

Ein lange gehegter Plan endlich umgesetzt: Vom Helenental ins Triesting unter Mitnahme zweier bekannter Kalkgipfel im Wienerwald. Dabei störten mich auch das Wochenende und das vermehrte Besucheraufkommen nicht. Der Samstag war für die Anfahrt sogar etwas günstiger, weil ich sechzehn statt sechs Minuten Umstiegszeit hatte. Der unmarkierte Steig nördlich vom Allandriegel war sehr schön zu gehen. Bei den Orchideenwiesen war ich zu früh dran für Orchideen. Der Weitwanderweg (04er) quert die Höfe ohne Hundebegegnung. Am Dernberg verpasste ich den echten Gipfel, dazu später mehr. Das Wetter gestaltete sich frühsommerlich warm, doch der lebhafte Westwind war sehr lästig.

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Feuchtmilde Föhrenberge (16.04.26)

GPX Studio korrigierter Track der Coros Pace 4 auf der Open Topo Map

Wegführung: Rodaun – Perchtoldsdorfer Heide – Kleine Heide – Hohe Mais – Josefswarte/Kammersteinerhütte – Parapluieberg – Bierhäuslberg – Rodaun

Höhenmeter: 450 | Strecke: 9.3km

Eigentlich wollte ich die Mammutbäume-Waxenburg-Stift-Göttweig-Runde gehen, aber war dann zu träge, um aufzustehen. Später gab mir der Blick auf das Satellitenbild bzw. die Krems-Webcam Recht – eher trüb mit leichtem Regen und tiefbasiger Stratocumulusbewölkung. Es gab bessere Tage, um fotografische Eindrücke zu sammeln.

Stattdessen also der obligatorische Ausflug auf die Heide, um zu sehen, was alles blühte. Vielleicht sah ich ja die erste Orchidee?

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Sommerliche Anninger-Runde, Wienerwald (05.04.26)

Sommeradonis auf der Gasleitungsschneise beim Großen Schweinkogel

Wegführung: Pfaffstätten Hst. (8.40) – Glaslauterriegel – Heferlberg-Fluxberg – Pfaffstättner Kogel (541m, 10.35-11.30) – Kleiner Schweinkogel (537m) – Großer Schweinkogel (565m) – Wilhelmswarte (675m, 12.37-12.47) – Steinweg – Kalvarienberg (357m) – Gumpoldskirchen Bf. (15.05)

Höhenmeter: ca. 660 | Strecke: 13,7km | ca. 5 Std.

Viecher: 1 Hase, 1 Reh, Smaragdeidechsen, normale Eidechsen, Hornisse, Fasanweibchen

Vegetation: Primeln, Leberblümchen, Zwergschwertlilien, Frühlingsplatterbse, Schwarzwurzel, Kreuzblumen, Traubenhyazinthen, Sommeradonis u.v.m.

Der wärmste Ostersonntag seit Aufzeichnungsbeginn (für Ende März/Anfang April) – in Wien-Zentrum und Bad Vöslau wurden jeweils 26,4°C erreicht. In Mattersburg 26,1°C. Der alte Rekord vom 31.03.2024 (Linz) mit 24,2°C regelrecht pulverisiert. Trotz der sommerlichen Wärme war die Fernsicht ungewöhnlich gut und reichte über 150km weit.

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Hohe Mandling (967m) über Süßwandgrat, Gutensteiner A. (22.03.26)

Track auf der Coros Pace 4 (Open Topo Map)

Wegführung: Quarb (9.10) – Süßwandgrat – Hohe Mandling (967m, 11.40-12.20) – Vordere Mandling (925m, 14.10) – Peisching (15.30)

Höhenmeter: 900 | Strecke: 12.3km | Reine Gehzeit: ca. 5 Stunden

Viecher: 2 Fichtenkreuzschnäbel

Nach den wiederholten Berichten im Gipfeltreffen-Forum wollten Günter und ich den Süßwandgrat auch einmal kennnenlernen. Dafür schnappten wir uns einen ortskundigen Führer und Norbert sollte uns daher den Aufstieg zeigen. Das Wetter hätte ein wenig freundlicher sein können, aber für die steileren Passagen zu Beginn waren die einstelligen Werte genau richtig.

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