Öffis-Tagebuch

Heiteres, Frustrierendes und Gelungenenes als Öffi-Fahrer in Wien (mit Bergbezug)

Chronologisch geordnet, mit dem neuesten Erlebnis ganz oben

19. Juli 2026 – Tour in den Föhrenbergen

Eigentlich geplant ab Gießhübl. Ich wollte den früheren Zug (nach Payerbach) nehmen, um in Liesing beim „DerMann“ noch einen Kaffee zu trinken und etwas vom Bäcker zum Frühstück zu nehmen. In Meidling fiel mir erst auf, dass der Cityjet nicht in Liesing hält, sondern direkt bis Baden durchfährt. Schnell runter zum Ströck – riesige Schlangen davor. Keine Chance. Also doch die Schnellbahn nach Wiener Neustadt mit fünf Minuten Spielraum auf den Bus. Und wie befürchtet standen wir dann vor Hetzendorf „wegen eines vorausfahrenden Zuges„, sodass ich in Liesing nurmehr knapp 90 Sekunden Umstiegszeit hatte. Der Bus nach Gießhübl war schon weg (’22), der nach Kaltenleutgeben stand noch (’23) und fuhr aber schon los, kaum, dass ich eingestiegen war. Kein Frühstück außer einem überteuerten Bifi und Müsliriegel aus dem Bahnsteig-Automaten, die ich mir in Meidling schnell gezogen hatte.

Rückfahrt dann ohne Schnellbahn. Ab Rodaun die volle Strecke bis Westbahnhof (weil U4 ja zwischen Landstraße und Schwedenplatz unterbrochen bis Anfang August) und dann U6/U4. Wenigstens keine Probleme.

14. Juli 2026 – Tour auf den Sonnwendstein am Semmering

Hinfahrt: Der Zug fuhr zwar pünktlich am Praterstern ab, hatte aber bis Meidling bereits sieben Minuten Verspätung: „kein freier Bahnsteig in Meidling. Kurz nach Baden gab es dann einen „defekten Bahnübergang“ (wahrscheinlich NÖM, scheint anfällig zu sein). Wir erreichten mit rund fünf Minuten Verspätung Gloggnitz, zehn Minuten Spielraum auf den Bus.

Rückfahrt: Der Regionalzug fuhr plangemäß auf Bahnsteig 1 ein, aber der Anschlusszug nach Wien stand nicht am gleichen Bahnsteig wie sonst, sondern auf Bahnsteig 3, das war mit vier Minuten Umstiegszeit schon etwas knapp, aber ging sich aus. Wir rollten los, aber recht langsam. „Störung auf der Strecke“. In Neunkirchen standen wir längere Zeit. „Störung vor Baden, wir werden über die Pottendorfer Linie umgeleitet“. Mit fünfzehn Minuten Verspätung landeten wir in Wiener Neustadt. Dort standen wir wieder. Ich schaute bei den Scotty-Störungsmeldungen nach: „Stellwerksstörung auf der Pottendorfer Linie„. Das ergab nun keinen Sinn. Im gleichen Moment wurde durchgesagt: „Die Störung wurde behoben. Wir fahren planmäßig.“ Trotzdem fuhren wir minutenlang nicht los. Ich hatte die Nase voll von den Falschinfos, außerdem war der Zug nun gut gefüllt und roch nach Schweiß. Darum stieg ich in den nachfolgenden Cityjet. Der musste dann erst bremsen wegen „verspätetem vorausfahrenden Zug“ und hatte später noch einen „Betriebsaufenthalt„. So kam ich letztendlich mit über vierzig Minuten Verspätung zuhause an.