GPX Studio korrigierter Track der Coros Pace 4 auf der Open Topo Map
Wegführung: Rodaun – Perchtoldsdorfer Heide – Kleine Heide – Hohe Mais – Josefswarte/Kammersteinerhütte – Parapluieberg – Bierhäuslberg – Rodaun
Höhenmeter: 450 | Strecke: 9.3km
Eigentlich wollte ich die Mammutbäume-Waxenburg-Stift-Göttweig-Runde gehen, aber war dann zu träge, um aufzustehen. Später gab mir der Blick auf das Satellitenbild bzw. die Krems-Webcam Recht – eher trüb mit leichtem Regen und tiefbasiger Stratocumulusbewölkung. Es gab bessere Tage, um fotografische Eindrücke zu sammeln.
Stattdessen also der obligatorische Ausflug auf die Heide, um zu sehen, was alles blühte. Vielleicht sah ich ja die erste Orchidee?
Der wärmste Ostersonntag seit Aufzeichnungsbeginn (für Ende März/Anfang April) – in Wien-Zentrum und Bad Vöslau wurden jeweils 26,4°C erreicht. In Mattersburg 26,1°C. Der alte Rekord vom 31.03.2024 (Linz) mit 24,2°C regelrecht pulverisiert. Trotz der sommerlichen Wärme war die Fernsicht ungewöhnlich gut und reichte über 150km weit.
Ausblick von der Bärenwand auf Trenning (628m) und Jauerling (960m), Urstromtal der Donau
Wegführung: Spitz an der Donau Fähre Hst. (9.55) – Buchberg (702m, 11.05) – Eichberg (774m, 12.00) – Bärenwand (732m, 12.25-12.50) – Weinbergweg – Tausendeimerberg/Burgberg (314m, 15.30) – Spitz an der Donau Fähre (16.20)
Höhenmeter: ca. 1070 | Strecke: 20,3 km | Reine Gehzeit: ca. 5,5 Stunden
Viecher: Waldviertler Feldhase
Frustbewältigung. An dem Tag wurde mein seit einem halben Jahr geplanter Teneriffa-Urlaub im April wegen der Unwetterschäden vom März abgesagt (geführte Wanderung mit Alpenverein-Reiseveranstalter), der zweite abgesagte Urlaub innerhalb eines halben Jahres (zuvor Azoren mangels Teilnehmer). Beides wären meine ersten derartigen Auslandsurlaube geworden. Vielleicht sollte ich mich auf Österreich beschränken …
Die hier beschriebene Variante mit dem Eichberg und der Bärenwand ist mir erst letzte Woche beim Kartenstudium eingefallen – speziell den Aussichtspunkt Bärenwand kannte ich noch nicht. Wie man im Titelbild sieht, ist der Ausblick lohnenswert. An klaren Herbsttagen kann man sogar bis ins Tote Gebirge sehen.
Wetter: Kalte Nordströmung mit Quellschichtbewölkung und Staubewölkung an den Nordalpen. Niederschlagsfrei, aber nur knapp zweistellige Höchstwerte. In den NÖ Voralpen bis 700m herab Neuschnee.
Der Tag mit dem durchziehenden Kaltlufttropfen (Höhentief) aus Nordost. Die geplante gemeinsame Radtour von Wien nach Hollabrunn fiel den erwartenden Niederschlägen, dem Gegenwind und der Kälte zum Opfer. Als am Vormittag dann in Wien die Sonne durchblinzelte, hielt es mich zuhause nicht mehr und ich visierte die Föhrenberge an.
Der ursprüngliche Plan war eine Besteigung aller vier (benannten) Wände an einem Tag – angefangen mit der Pfefferwand, die mir noch fehlt, und dann über Weinzettlwand, Spiesswand und Polleroswand weiter, die ich bereits einzeln bestiegen habe. Das ist aus verschiedenen Gründen nicht ganz aufgegangen, aber es kam dennoch eine stattliche Anzahl an Höhenmetern und vor allem Strecke zusammen, die noch dazu recht abwechslungsreich war.
Höhenmeter: ca. 2100 | Strecke: ca. 15km | Gehzeit: 3 Std. Aufstieg zur Hütte, 4,5 Std. Aufstieg Gipfel, 3 Std. 50 Minuten Abstieg ins Tal
Gemeinsam mit meinem Studienkollegen Nik erfüllte ich mir einen lang gehegten Traum, zum Einen meine erste Hüttenübernachtung, zum Anderen mein erster 3000er. Rückblickend sollte der Habicht fast neun Jahre lang mein höchster Gipfel bleiben, erst am 25. Juli 2018 schaffte ich es im Zuge einer geführten Alpenvereinswoche auf den noch höheren Saykogel (3355m), der technisch etwas leichter als der Habicht ist.
Unser Plan sah vor, am ersten Tag auf die Innsbrucker Hütte zu steigen und die Kalkwand (2564m) in der Nähe noch mitzunehmen. Am zweiten Tag dann der Gipfel und Direktabstieg ins Tal.
Ein Tag, an dem gefühlt alle meine Wandersleut im Bekanntenkreis unterwegs waren. Die einen suchten den Schnee, der ziemlich sulzig und schwer war, ich suchte Wärme und Farben in der Natur nach den langen Wochen eisigen Nebelwetters. Auf meiner üblichen Runde fand ich die Frühlingsvorboten, und kam auch mit dem Sonnenschein auf meine Kosten. Negativer Beigeschmack nur durch die starke Haselpollenbelastung (vor allem Kopfweh), was ich aber durch Antihistaminika rasch in den Griff bekam).
Ausnahmsweise ist ein Adriatief-Ereignis so eingetroffen wie es die Wettermodelle Tage vorher schon angedeutet haben. Der Niederschlagsschwerpunkt lag dabei in der Ost- und Südosthälfte von Österreich und brachte verbreitet das größte Neuschnee-Ereignis seit 13 bzw. 21 Jahren. Im Wiener Becken und Burgenland fielen 15-30mm als Schnee, in der südlichen Steiermark 40-60mm. Verbreitet kam es zu Stromausfällen durch umgestürzte Bäume auf Oberleitungen. Der Verkehr brach zusammen. In Wien fielen im Stadtgebiet 15-20cm, am Hermannskogel waren es rund 30cm, mit Verwehungen 50cm.
Der Grund für den späten Schneereigen war dieses formschöne Adriatief mit ausgeprägter Dry Intrusion über Kroatien, Saharastaub-Cirrus über Thüringen, Sachsen, Südpolen und teilweise Ungarn. Der Okklusionspunkt lag über Ostösterreich. Insgesamt intensive Hebung durch Aufgleiten der milden Mittelmeerluft auf einströmende Kaltluft aus Norden, zugleich Staueffekte.
Am Vortag und selbst in der Früh überlegte ich noch, ob ich es wagen sollte, nach Gumpoldskirchen (Anninger) oder ins Helenental (Hoher Lindkogel) zu fahren, entschied mich wegen der vielen Zugausfälle dann aber dagegen. Angesichts der Neuschneemengen konnte ich es wagen, mit kurzer Anfahrt direkt in Döbling zu starten. Damit war diese Tour für mich eine Premiere: Erstmals auf Wiener Boden mit Schneeschuhen unterwegs! Im Verlauf der Wanderung stieg die Lufttemperatur auch in den höheren Wienerwaldlagen knapp ins Plus. Die diffuse Strahlung bewirkte ein Anfeuchten und Setzen der Schneedecke.
Tour mit Günter am wahrscheinlich mildesten Tag der Woche (in Mürzzuschlag plus 7 Grad, auf 1500m rund +2 Grad). Eigentlich hatte ich die Region ausgesucht, weil dort am Chancen auf etwas Sonne bestehen sollten. Dafür hätten wir zum Wechsel oder Fischbacher Alpen wechseln müssen. Der kompakte Altostratus des aufziehenden Mittelmeertiefs ließ die Sonne nie wirklich zum Zug kommen.
In der ersten Stunde war mein Puls recht hoch (Herzfrequenz mit Brustgurt gemessen), aber da wurden auf 1,8km Strecke rund 320hm überwunden, also ein recht steiler Anstieg. In weiterer Folge schwankte der Puls stärker, im Abstieg lag er durchgehend unter 135. Das scheint realistisch, dann passen auch ungefähr die rund 2900 verbrannten kcal. Ich hab erst seit kurzem mit der Messung begonnen und werde das weiter beobachten.
Der ewige Nebel ging mir schon gewaltig auf die Nerven, aber es half nichts. Deswegen konnte ich mich nur für eine kurze Etappe motivieren. Mit dem auflebenden Südostwind hoffte ich lange vergebens auf Auflockerungen.