
Ich komme gebürtig aus Unterfranken und lebe seit 2004 in Österreich – zuerst in Innsbruck, Wien, Salzburg und seit 2019 wieder in Wien.
Benutzungshinweise
Im Gegensatz zum (als Archiv weiterhin vorhandenen) Vorgänger inntranetz.at habe ich die Tourenberichte sowohl nach Jahren als auch nach Gebirgsgruppen gegliedert, um Übersichtlichkeit herzustellen. Höhenmeter beziehen sich ausschließlich auf den Aufstieg. Strecke meist via Coros Pace 4 Uhr (GPS-Track). Ich stelle nicht von allen Touren einen GPS-Track ein, da ich seltene Pflanzenfunde gerne bewahren möchte, oder nicht möchte, dass es jemand ohne sich vorher Gedanken zu machen, nachgeht. Ein wenig Kartenstudium sollte man beherrschen – und Erfahrung im weglosen bzw. unmarkierten Gelände mitbringen. Die Bilder sind im Blog komprimiert, können aber mit Rechtsklick – in neuem Fenster öffnen größer gemacht werden.
Werdegang
Erste Bergerfahrungen hatte ich in meiner Kindheit gemeinsam mit den Eltern bei Wanderurlauben im Allgäu, in der Jachenau, bei Garmisch-Partenkirchen, in Kärnten und in Südtirol.

Ironischerweise begann ich erst mit der Übersiedlung nach Wien meinen Wanderenthusiasmus, nicht in Innsbruck, wo mir die Berge oft zu anspruchsvoll waren und die Begleiter fehlten.

Mein erster Berg mit versicherten Kletterstellen war das Sarner Weißhorn (2705m) in den Sarntaler Alpen, Südtirol, im August 2009 und bereits im September folgte mein lange Zeit höchster Gipfel, der Habicht in den Stubaier Alpen mit 3277m.
Seit über sechzehn Jahren gehe ich nun regelmäßig in die Berge. In dieser Zeit ist meine Gipfelsammlung stetig gewachsen und ich habe viel dazu gelernt, übers Bergwetter, über Wegbeschaffenheit und Orientierung, über die passende Ausrüstung, aber auch an Erfahrung mit Trittsicherheit gewonnen. Selbst die Schwindelfreiheit ist über die Jahre besser geworden.

Neben hunderten Tourenberichten gebe ich bisweilen gerne meinen Senf zu aktuellen Bergunfällen mit Wetterbezug. Das habe ich bisher auf meteofranke.com gemacht und möchte ich – dezidiert auf bergrelevante Ereignisse bezogen – auf diesem Blog weiterführen.

Langjährige Kenner meiner Wanderberichte wissen, dass ich viel Wert auf Recherche lege, sowohl über Flur- und Ortsnamen, als auch alte Kirchen, Burgen und sonstige historische Bauwerke, die mein Interesse geweckt haben. Wer nur Routenbeschreibungen sucht, ist bei den einschlägigen Routenapps besser aufgehoben – ich fülle meine Berichte mit Emotion und bisweilen kindlicher Freude.

Ich fotografiere für mein Leben gerne, neben meteorologischen Besonderheiten und Bauwerken sind es vor allem Vegetation (speziell Orchideen) und Tierwelt, die ich immer wieder in den Mittelpunkt meiner Canon Powershot G3X (eine 700g schwere Kompaktkamera) rücke.

Ich bewege mich dafür auf markierten und unmarkierten Wegen, bisweilen auch weglos, wenn es das Gelände vertreten lässt.

Katzen haben es mir dabei besonders angetan. Ich habe selbst leider keine Katze und wohne in der Stadt. Mein Nachbar hatte eine schöne edle Burma-Katze, die leider bei einem ihrer Freigänge gefladert wurde.

Langwierige Sportverletzungen wie eine Marschfraktur nach der zweiten 24-Stunden-Wanderung im Sommer 2018 haben nach zwischenzeitlichem Übermut wieder zu einer gewissen Entschleunigung geführt. Wichtiger ist für mich das Naturerlebnis, nicht das Tempo einer Tour. Maßgeblich verantwortlich für meine Verletzung waren …
- zu wenig Erholungstage zwischen den Tourentagen
- zu wenige Pausen während der Tour
- zu enges Schuhwerk
- zu geringe Dämpfung in den Trailrunningschuhen (Salomon)
- einseitige Belastung (kaum andere Sportarten)
- Fußfehlstellung (Hohlfuß) mit zu viel Druck auf den Mittelfuß
Vielleicht hilft es wem, aber wenn man anfängt, 70-80 Touren im Jahr zu gehen, sollte man das u.U. vorher medizinisch abklären lassen. Seit ich Sporteinlagen trage, kann ich wieder beschwerdefrei längere Touren gehen, aber insgesamt drei Jahre hatte ich ständig Schmerzen beim Gehen.
Entgegen erster Befürchtungen ist die bei mir im Februar 2026 diagnostizierte mittel- bis hochgradige, bisher asymptomatische Mitralklappeninsuffizienz bisher kein Handicap beim Bergwandern. Ich verwende zwar regelmäßig die COROS Pace 4 und dazu den Polar H10-Herzfrequenz-Gurt, konnte aber meinen Touren in Innervillgraten bis in eine Höhe über 2700m keine gesundheitlichen Einschränkungen feststellen. Meinen Maxpuls habe ich auch schon deutlich höher als beim Belastungs-EKG getrieben, ohne dass ich kurzatmig wurde.

Vom 4.-7. Juni 2026 habe ich in Spital am Pyhrn beim VAVÖ (Verband der Alpinen Vereine Österreich) das Grundmodul für die Wanderführer-Ausbildung absolviert. Damit darf ich nun in ganz Österreich unentgeltlich führen, vorausgesetzt, es handelt sich nicht um längere versicherte Passagen bzw. Absturzgelände. Das Aufbaumodul möchte ich im kommenden Jahr angehen.
Ich bin Öffi-Fahrer
Ich bin seit 2006 kein Auto mehr gefahren, zuletzt am Weg von meiner deutschen Heimat nach Innsbruck. Im Studium brauchte ich kein Auto – in Innsbruck legte ich alle Wege zu Fuß oder mit dem Rad zurück. Für die damals seltenen Bergtouren nutzte ich öffentliche Verkehrsmittel. Im Sommer gab es für Studenten (unter 26 Jahren) das Sommerticket, um die ÖBB kostenlos zu nutzen. Nach dem Umzug nach Wien besorgte ich mir natürlich gleich das Jahresticket für damals günstige 365 Euro. Damals kannte ich auch noch wesentlich mehr Öffifahrer als gemeinsame Tourenpartner als heute – eine paradoxe Entwicklung.
Die zwei Jahre in Salzburg waren am schwierigsten – eine Stadt, ein ganzes Bundesland, aber auch die Wanderregionen im benachbarten Bayern waren voll und ganz auf Autofahrer zugeschnitten. Viele Touren waren nur sehr umständlich mit Öffis machbar, aber meine Bilanz kann sich trotzdem sehen lassen.
Zurück in Wien gab es wieder keinen Grund, sich ein Auto anzuschaffen – bis die Pandemie kam, und das Öffifahren zu Freizeitzwecken erst verboten war (erster Lockdown) und ganz allgemein ein Zweitwohnsitz am Land ein großer Vorteil gewesen wäre. Seit Beginn der „Sommersperren“ – umfangreiche Baustellen der ÖBB und Wiener Linien in Wien und Ostösterreich – wünsche ich mir jedes Mal ein Auto für diese Zeit, aber die Baustellen erstrecken sich gleichzeitig auch auf den Straßenverkehr, also nicht unbedingt ein Gewinn.
Ich kann bis heute ohne schlechtes Gewissen sagen, dass ich meinen Beitrag für den Klimaschutz leiste – indem ich weitgehend auf Flugreisen verzichte (ausgenommen Fortbildungen) und kein eigenes Auto besitze oder miete. Es gibt zwar zahlreiche Touren als Beifahrer, aber so fährt man zumindest gemeinsam und nicht jeweils mit dem eigenen Auto. Die Mehrheit meiner Touren lege ich weiterhin öffentlich zurück. Mit ein wenig Leidensfähigkeit, Kreativität und viel Geduld ist es machbar.