Lange Ötscher (1893m) – Überschreitung ab Vorderötscherschutzhaus, Ybbstaler Alpen (14.08.26)

Ötscher (1893m) – Gipfel

Wegführung: Vorderötscherschutzhaus (8.20) – Schleierfall (8.40) – Jägerherz (9.30) – Rauer Kamm (11.05) – Gipfel (12.40-13.00) – Ötscherschutzhaus (13.50) – Riffelsattel (14.05) – Spielbichler (14.45) – Vorderötscherschutzhaus (16.10)

Höhenmeter: 1270 | Strecke: 19.7km | Reine Gehzeit: ca. 7 Stunden

Bisher bin ich den Rauen Kamm zwei Mal gegangen: Im Herbst 2014 mit Günter und Übernachtung am Ötscherschutzhaus, damals von Wienerbruck weg. Dann im Herbst 2023 mit Werner von Lackenhof weg als Tagestour. Dieses Mal fühlte ich mich trittsicher und erfahren genug, um den Rauen Kamm alleine zu gehen. Vom Wetter her gab es keinen Zeitdruck, nur das Wasser würde knapp werden. Rückblickend betrachtet hätte ich mindestens vier Liter mitnehmen sollen oder doch versuchen sollen, mit kleinerem Rucksack zu gehen. Aber es ist alles gut gegangen.

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Weißer Knoten (2890m) ab Lucknerhaus, Glocknergruppe (08.08.26)

Gipfelkreuz

Wegführung: Lucknerhaus (8.05) – Glorer Hütte (9.50) – Gipfel (10.40) – Glorer Hütte (11.30-14.00) – Lucknerhaus (15.45) | 980hm, 12km | Tiersichtungen: Fuchs, Gänsegeier, Murmeltiere, Gimpel, Turmfalke

Von der Routenführung die einfachste Tour und die Höhenmeter ersparte ich mir durch die Auffahrt bis zum Lucknerhaus. Nach vier Touren in Folge spürte ich schon langsam ein wenig die Knie und Füße und wollte es daher ruhiger angehen lassen. Mit dem Weißen Knoten wurde es zumindest mein höchster Gipfel seit dem 29. August 2018 (Kolbenspitze in den Ötztaler Alpen).

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Stüdlhütte (2802m) über Teischnitztal, Glocknergruppe (05.08.26)

Teischnitztal mit Großglockner

Wegführung: Taurerwirt (7.45) – Teischnitztal – Stüdlhütte (11.15) – Lucknerhütte (12.30-14.00) – Lucknerhaus | (14.50) | 1320hm, 13.3km | Murmeltiere

Für den zweiten Tag hatte mich der Ehrgeiz gepackt und nach dem schnellen Aufstieg aufs Figerhorn fühlte ich mich fit genug, um nochmal eine 1300hm-Tour nachzulegen. Noch dazu hatte ich drei Hütten im Abstieg und musste den Rucksack nicht unnötig beschweren. Die Gewittergefahr war ähnlich wie am Vortag: Ortsfeste Gewitterzellen gegen 15, 16 Uhr Lokalzeit. Mit dem zeitigen Start vom Taurerwirt hatte ich mehr als genug Spielraum.

Für diese Tour galt eindeutig: Der Weg ist das Ziel. Der Aufstieg übers Teischnitztal war einfach traumhaft. Die längeren Forstwegabschnitte zu Beginn störten nicht. Sie verliefen außerdem durchwegs im Schatten.

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Überschreitung des Figerhorn (2743m), Glocknergruppe (04.08.26)

Freiwandspitze und Glocknermassiv

Wegführung: Kals (Ort, 8.00) – Burg – Felsenkapelle (8.37) – Gipfel (11.20-11.35) – Greibühel (2247m, 12.35-12.45) – Lucknerhaus (13.20)

Höhenmeter: 1450hm | Strecke: 13km | ca. 4 Std. 45 Minuten reine Gehzeit | Murmeltiere, Turmfalke; Tauernblümchen, Edelweiss

Erstmals ein Wanderurlaub, der dezidiert als „Stadtflucht“ konzipiert wurde. Am Tag, wo in Wien erneut 40°C erreicht wurden, fuhr ich mit Bahn und Bus vollkommen problemlos nach Kals am Großglockner, was für die lange Anreise von rund sechseinhalb Stunden Fahrtzeit nicht unfaszinierend ist. Ich quartierte mich im „Haus Charlotte“ unweit vom Gemeindeamt ein. Die sehr freundliche Unterkunftgeberin richtete sich mit dem reichhaltigen Frühstück nach meinen Aufstehzeiten. Für etwas mehr Komfort nutzte ich ein Doppelzimmer für eine Person, dafür mit Balkon und Blick nach Westen. Im Gegensatz zu Innervillgraten (Slogan: „Kommen Sie zu uns! Wir haben nichts!“) war Kals schon recht überlaufen vom Massentourismus, vor allem Deutsche und Holländer. Für mich galt, die weniger frequentierten Wege zu finden, was mir großteils auch gelang.

Das Figerhorn, mein erster (und einziger richtiger) Gipfel der Region, leitet sich von romanisch vicus = Dorf ab. Fig hieß früher der heutige Ort Großdorf. Der Hofname Figer wurde urkundlich bereits 1307 als Zefig (sub vico, unter dem Dorf) erwähnt.

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Planspitze (2117m) über Wasserfallweg – Teil 1 , Gesäuse (28.07.26)

Track auf der Coros Pace 4

Wegführung: Kummerbrücke Parkplatz (9.35) – Wasserfall (10.45) – Ausstieg (12.25) – Ebersanger (12.55) – Kölblplan Ausstieg (14.45) – Gipfel (15.50-16.00) – Hesshütte (18.10)

Höhenmeter: 1560 | Strecke: 8.2km (nur….) | Reine Gehzeit: ca. 7 Std. 30 Minuten | Viecher: Gams; Breitblättrige Stendelwurz, Fuchs-Knabenkraut (unten)

Nachdem die geplante Priel-Überschreitung aufgrund des unbeständigen Montags nichts wurde, disponierte ich mit meinen Wanderfreunden auf Gesäusegipfel um, mit Übernachtung auf der Hesshütte. Im ersten Teil dieser Tagestour zeige ich den Aufstieg vom Parkplatz Kummerbrücke über den Wasserfallweg (Klettersteig) auf die Ebersangeralm.

Charakteristik: Zunächst lange den Hang querend mit viel Wurzeln durch Windwurfgelände, dann moderat ansteigend bis zum Wasserfall. Danach steil entlang der Felswand hinauf bis zu einem Eck und über enge erdig-schrofige Kehren zum Beginn der Versicherungen. Kletterstellen meistens A, beim abdrängenden Riss und der steilen Leiter mit B einzustufen. Dort ziemlich ausgesetzt, aber entweder eine Rippe, die Grasböschung oder kleine Bäume dazwischen, sodass es sich nicht so luftig anfühlte (außer man schaute bewusst hinab).

Link auf Teil 2: Überschreitung der Planspitze ab Ebersanger über Kölblplan zur Hesshütte

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Planspitze (2117m) über Kölblplan – Teil 2 , Gesäuse (28.07.26)

teilweise versicherter Aufstieg zum Gipfel von der Kölblplan kommend (rechts), rot markierte Kletterstellen

Wegführung: Kummerbrücke Parkplatz (9.35) – Wasserfall (10.45) – Ausstieg (12.25) – Ebersanger (12.55) – Kölblplan Ausstieg (14.45) – Gipfel (15.50-16.00) – Hesshütte (18.10)

Höhenmeter: 1560 | Strecke: 8.2km (nur….) | Reine Gehzeit: ca. 7 Std. 30 Minuten | Viecher: Gams; Breitblättrige Stendelwurz, Fuchs-Knabenkraut (unten)

Zweiter Teil: Aufstieg über Kölblplan zur Planspitze und Abstieg zur Hesshütte.

Charakteristik: Anspruchsvolle Überschreitung der Planspitze, zuerst steil bis zum Grat, dann eine Querung mit unangenehmer Abkletterstelle (I), danach hinauf (I) auf ein exponiertes Band und sofort steil hinauf, seilgesichert mit einem Eck nach links (B). Ausgesetzte Querung und rechts hinauf (I), zum Schluss nochmals seilgesichert und sehr steil (B). Über einfaches Schrofengelände abflachend zum Gipfel.

Im Abstieg zunächst steil in engen Kehren die Plan hinab, dann eine lange Querung, zunächst unschwierig, dann steil mit zwei seilgesicherten Passagen (A/B) und zahlreichen Felsstufen von Band zu Band (ungesichert), deren Tritte von oben meist schwer sichtbar waren. Ab der Vereinigung mit dem Steig, der von der Peternscharte hinunterzieht, wurde es deutlich einfacher, aber der Weg bis zur Hütte zog sich mit einigen kleineren Auf- und Abstiegen, bis zum Schluss Konzentrationsgelände.

Unser Fazit: Hinauf durchaus anspruchsvoll und kraftraubend, hinab eine Stufe weniger steil, aber ebenfalls kein Ausrutschgelände, die vielen Abkletterstellen verlangten Geschick und kosteten Zeit. Der Ausblick von der Planspitze war dafür traumhaft.

Link zu Teil 1: Aufstieg über Wasserfallweg bis Ebersanger

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Südlicher Grafensteig über Stadelwandgraben, Schneeberg-Gebiet (22.07.26)

Track auf der Open Topo Map

Kaiserbrunn (9.35) – Flusswanderweg – Stadelwandgraben (10.00) – Stadelwandhöhe (1407m, 11.50-12.00) – Südlicher Grafensteig (12.20) – Haltestelle Baumgartner (15.05-16.10) – Mieseltal – Puchberg Bf. (18.10) | 1260hm, 19,5km | ca. 7h 15 Minuten reine Gehzeit | 7 Gemsen, 1 Höllenotter, 1 Reh, Apollofalter, Braunrote Stendelwurz, Mücken-Händelwurz, diverse Steinbrech

Lückenschluss! Bei meiner erstmaligen Begehung des Stadelwandgrabens im August 2013 ließ ich den Hochschneeberg aus und ging stattdessen den Südlichen Grafensteig zur Kienthaler Hütte weiter. Dieses Mal sollte der östliche Teil bis Baumgartner folgen. Ursprünglich dachte ich daran, die Weichtalklamm mitzunehmen und den vollständigen Steig zu gehen, aber das wäre wohl etwas zu lang geworden. Außerdem hätte ich den Helm mitnehmen müssen und der Rucksack war auch so schon schwer genug. Mein Résumée: Schöne lange Hangquerung, die beiden exponierten Querungen der Königsschusswand und in den Großen Saugraben sind ausreichend versichert. Unangenehmer sind die erodierten Hänge im Saugraben mit Schuttlawinen. Bei Nässe, Schnee und Eis möchte ich das nicht gehen.

Jetzt fehlen mir noch der Nördliche Grafensteig und der Untere Herminensteig, dann hab ich die wichtigsten Steige ohne größeren Schwierigkeitsgrad am Schneeberg absolviert.

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Überschreitung des Roten Ginggeles (2763m), Villgratner Berge (05.07.26)

Dolomitenblick vom Gipfel, gegenüber Grumauer Berg (2675m)

Wegführung: Unterstalleralm (8.40) – Kamelisenalm (9.40-9.55) – Rotes Ginggele (2763m, 11.45-12.05) – Remasseen (12.30-12.45) – Einattal (13.45) – Innervillgraten Dorf (15.15) – Wasserweg – Ebene (15.45)

Höhenmeter: 1130 | Strecke: 16,7 km | Reine Gehzeit: ca. 6 Std. | Viecher: Murmeltier, Steinschmätzer

Nach der flotten Tour vom Vortag auf die Riepenspitze wollte ich noch einen 2700er nachlegen. Beinahe machte mir die Wetterprognose einen Strich durch die Rechnung: Von Norden her schwenkte im Tagesverlauf ein schwacher Trog durch. Nach dem Lokalmodell D2 wäre alles östlich vorbeigezogen, nach EZWMF und teilweise GFS schon ab Mittag Schauer in ganz Osttirol möglich. Meine „Exit“-Strategie wäre im Anstieg von der Kamelisenalm die Öwelenke gewesen, also Scharte statt Gipfel, oder überhaupt den Höhenweg ums Kamplasegg herum. Ich fürchtete weniger, nass zu werden, als im sehr steilen Abstiegsgelände dann ungute Wegbeschaffenheit zu haben. Doch es ging alles gut aus und ich erreichte den Gipfel.

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Bergtour auf den Habicht (3277m), Stubaier Alpen (23/24.09.09)

Im Anstieg zum Habicht Blick auf das Nebelmeer

Wegführung: Ghf. Feuerstein Hst. (1281m) – Innsbrucker Hütte (2370m, Übernachtung) – Kalkwand Abbruch; Habicht (3277m) – Ghf. Feuerstein Hst.

Höhenmeter: ca. 2100 | Strecke: ca. 15km | Gehzeit: 3 Std. Aufstieg zur Hütte, 4,5 Std. Aufstieg Gipfel, 3 Std. 50 Minuten Abstieg ins Tal

Gemeinsam mit meinem Studienkollegen Nik erfüllte ich mir einen lang gehegten Traum, zum Einen meine erste Hüttenübernachtung, zum Anderen mein erster 3000er. Rückblickend sollte der Habicht fast neun Jahre lang mein höchster Gipfel bleiben, erst am 25. Juli 2018 schaffte ich es im Zuge einer geführten Alpenvereinswoche auf den noch höheren Saykogel (3355m), der technisch etwas leichter als der Habicht ist.

Unser Plan sah vor, am ersten Tag auf die Innsbrucker Hütte zu steigen und die Kalkwand (2564m) in der Nähe noch mitzunehmen. Am zweiten Tag dann der Gipfel und Direktabstieg ins Tal.

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Seespitz (1574m), Totes Gebirge (03.10.25)

Eckdaten:

  • Wegführung: Roßleithen Ortsmitte (8.35) – Sengsenthemenweg – Jagasteig (9.35) – Seespitz (1574m, 11.15-12.15) – Michael-Kniewasser-Steig – Gleinkersee (14.15) – Sengsenthemenweg – Pießling-Ursprung (15.40) – Roßleithen Ortsmitte (16.10)
  • Höhenmeter und Strecke: 1050 hm | 13.2km
  • Reine Gehzeit: ca. 6 Stunden

Letzter Tag vor der Abreise aus Windischgarsten und es sollte der beste Tourentag werden. Ich schwankte bis zuletzt zwischen Mayrwipfl und Brandleck im Sengsengebirge, und Seespitz. Auf den kilometerlangen Asphalt- und Forstweghatscher bis zum Haslergitter hatte ich allerdings keine Lust. Am Gleinkersee konnte ich spontan noch entscheiden, ob ich den Seespitz über Jagasteig oder Normalweg besteigen wollte.

Zum Gleinkersee hatte ich es im Vorjahr nicht geschafft und zum Quelltopf des Pießling-Ursprungs war die Plattform noch nicht ganz fertig. Beides wollte ich jetzt in die Runde einbauen.

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