Pfannspitze (2678m) über Obstanser See, Karnische Alpen (13.09.26)

Wegführung: Winkler Tal Parkplatz (1450m, ca. 8.50) – Prinz-Heinrich-Kapelle (10.35-10.50) – Obstanser Hütte (12.00-12.30) – Pfannspitze (13.55-14.35) – Obstanser Sattel – Obstanser Hütte (15.55-16.55) – Parkplatz (ca. 18.45) | 13.4km, 1270hm | ca. 7,5 Std. Gehzeit

Nach der Rückkehr vom Degenhorn verlängerten wir unseren Aufenthalt im Villgratental spontan um eine Nacht, damit sich am Sonntag noch eine ganze Tagestour ausging, um nicht erst gegen Mitternacht in Wien aufschlagen zu müssen. Sonst wäre es womöglich die Karlsbader Hütte in den Lienzer Dolomiten geworden. Ich brachte den Obstanser See ins Spiel, dessen Zugang über einen breiten Steig leicht erschien – oben am Kamm ergaben sich dann zahlreiche Gipfeloptionen.

Bei der Anfahrt war der Parkplatz beim Sportzentrum in Kartitsch schon gut gefüllt. Wir fuhren weiter ins Tal hinein. Dabei überholten wir einen Mountainbiker mit einer Trompete im Rucksack. Kurz vor der Kehre auf ca. 1450m Höhe konnten wir parken. Als sich eine Familie neben uns stellte, erfuhren wir, dass bei der Hütte eine Bergmesse für den Erweiterungsbau stattfinden sollte. Daher herrschte hier so ein Trubel. Zumindest konnten wir so relativ weit hinten parken.

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Falkommsee (2632m), Kleines Degenhorn (2849m) und Großes Degenhorn (2946m), Villgratner Berge (12.09.26)

Kleines und Großes Degenhorn

Wegführung: Volkzeiner Hütte (9.40) – Schrentebachboden (11.00) – Falkommsee (12.20-12.35) – Degenhornsee (13.15) – Kleines Degenhorn (13.35-13.50) – Großes Degenhorn (14.25-15.05) – Heinkaralm – Volkzeiner Hütte (18.35) | 1200hm, 13.4km | 1 Murmeltier

Schon am Mittwochabend war für uns klar, dass der Samstag ideal für das Degenhorn werden würde. Ganztägig stabiles Hochdruckwetter mit wenigen Wolken. Kurz dachten wir an eine Überschreitung, aber mit dem Herzasstaxi wäre das zeitlich zu knapp geworden und ein zweites Auto bei der Unterstalleralm abstellen hätte bedeutet, doppelt Maut zahlen zu müssen. Daher blieben wir beim selben Anfangs- und Endpunkt, variierten aber den Abstieg ein wenig.

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Sattel (2124m), Füllhorn (2445m), Helm (2433m) und Hochgruben (2538m) ab Leckfeldalm, Karnische Alpen (11.09.26)

Wegführung: Leckfeldalmhütte (10.15) – Sattel (2124m, 10.55) – Heimkehrerkreuz (2337m, 11.55-12.30) – Füllhorn (2445m, 13.00) – Helm (2433m, 13.40-14.10) – Sillianhütte (14.50-16.15) – Hochgruben (2538m, 16.30-17.00) – Leckfeldalmhütte (18.20) | 810hm, 10.8km, ca. 6 Stunden Gehzeit | Tannenhäher

Zweiter Tourentag. Ursprünglich geplant war die Leckfeldalm (wie durchgeführt). In der Früh checkte ich nochmal die Wettermodelle und sah ausgerechnet dort das höchste Schauerpotential am Nachmittag und kaum Chancen auf Auflockerungen. Ich schlug stattdessen die Karlsbader Hütte in den Lienzer Dolomiten vor – da wäre der Gipfel optional gewesen, aber der See als Tagesziel zumindest ungetrübt.

Wir trödelten in der Früh ein wenig zu lang und waren ca. zwei Minuten zu spät am Weg von Außervillgraten nach Sillian. Es gab nämlich ausgerechnet in dieser Zeit Forstarbeiten mit einer Seilbrücke über das Tal hinweg, wo in steilem und unwegsamen Gelände Windwurf und Borkenkäferschäden aufgearbeitet wurden. Dafür wurde die Straße stündlich für nur zehn Minuten geöffnet. Also eine Stunde warten und dann erst nach Lienz, das wäre spät geworden. Wir riefen daher Manfred an, der aus Lienz zu uns stoßen sollte, dass wir doch zur Leckfeldalm hinauffahren werden. Im Schlepptau vom Linienbus kurz nach 9 Uhr rutschten wir außerdem vorzeitig durch die Sperre. Der Motor sprang nicht gleich an und der Forstarbeiter zog ungeduldige Grimassen.

Für Nachahmer: Auto-Navis leiten über die falsche Straße von Westen hinauf, die aber in einer Sackgasse endet. Die richtige Straße ist ausgeschildert und biegt bei der Kapelle zu unserem Herrn im Elend scharf links ab. Man kommt zu einem Schranken mit einem Ticketautomaten. Eine meistens breite Forststraße führt bis zum Parkplatz auf der Leckfeldalm hinauf.

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Kühegg (2253m) und Glinzzipf (2126m), Villgratner Berge (10.09.26)

Tessenberger See

Schottlandfeeling in den Villgratner Bergen – mit teilweise dichten Nebelschwaden, lebhaftem Südwestwind und kurzem Regenschauer. Dazu Heidekrautboden und zahlreiche kleinere Seen. Es war auf seine Weise reizvoll, denn sonst hatte man von diesem Hochplateau einen erstklassigen Dolomitenblick.

Haarnadelkurve (10.40) – Tessenberger See (12.00) – Kühegg (12.55) – Fronstadlalm (13.50-14.15) – Haarnadelkurve (15.30) | 520hm, 10km

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Ringkogel (789m) bei Hartberg, Oststeirisches Hügelland (09.09.26)

Track Coros Pace 4

Auftakt zum jährlichen Moderatorentreffen – dieses Mal in Innervillgraten. Für mich das zweite Mal in diesem Sommer, nachdem es mir so gut gefallen hat. Die lange Anfahrt (rund sechs Stunden mit dem Auto) lohnte sich nur, weil wir kurzfristig um eine Nacht verlängerten und damit den Sonntag noch voll ausnutzten.

Wie so oft in den letzten Monaten zog am Anreisetag eine Kaltfront durch. Wir nutzten den freundlichen Vormittag für einen Zwischenstop in Hartberg, mit Besteigung des Ringkogels und der 30 Meter hohen Aussichtswarte, Einkehr bei der dortigen Jausenstation und anschließender Besichtigung des romanischen Karners in Hartberg. Alles zusammen hat sich sehr gelohnt. In Summe waren es 8km Strecke und rund 460 Höhenmeter. Gehzeit hab ich nicht notiert, aber nicht allzu lang.

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Leopoldsberg, Handleinsberg, Vogelsangberg und Hermannskogel (04.09.26)

Herbstzeitlose auf der Schwabenwiese

Wegführung: Kahlenbergerdorf – Nasenweg – Leopoldsberg (425m) – Klosterwald – Handleinsberg (495m) – Vogelsangberg (516m) – Hermannskogel (544m) – Gasthaus zum Agnesbründl – Kohlenbrennergraben – Cobenzl – Oberer Reisenbergweg – Grinzing | 560hm, 12.7km

Der vielleicht letzte extrem heiße Sommertag in diesem Jahr. In Wien waren es nochmal +33°C, an der Uni Innsbruck sogar 34,3°C – der alte Bundesland-Rekord in Kufstein für September von 1947 um 1,2°C überboten. Erstmals in der österreichischen Messgeschichte gab es in einem September über 1100m Seehöhe einen Hitzetag: 30,1°C in Seefeld. Neuer Septemberrekord auch in Frankreich, mit 40,8°C in Durban-Corbières (Golf von Lyon). In Südtirol (Bozen) gab es bereits 85 Tage mit über 30°C und es kommen noch ein paar hinzu – das sind drei volle Monate.

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Überschreitung der Hohen Wand mit Kleiner Klause und Springlessteig, 01.09.26

Wegführung: Waldegg-Dürnbach Hst. (9.10) – Kleine Klause (A/B, 10.12) – Kleine Kanzel (11.25) – Leitergraben – Hubertushaus (13.00-14.35) – Springlessteig (A) – Höflein Hst. (15.51) | 860hm, 13.9km, ca. 5 Stunden | 1 Maus, 1 Steinbock

Trockene Bedingungen nach dem nächtlichen Gewitterregen. Keine schwüle Luft und gleichzeitig nicht das Bedürfnis, extrem früh aufzustehen. Daher wurde es wieder einmal die Hohe Wand auf Wegen, die ich heuer (Springlessteig) bzw. zuletzt vor vierzehn Jahren (Kleine Klause) mit Wolfgang beschritten habe. Wenn ich alleine Kletterpassagen zu bewältigen habe, dann bevorzugt etwas, das ich in Begleitung schon einmal gemacht habe und mich dabei sicher fühlte.

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Überschreitung der Föhrenberge im Zeichen der Dürre, 31.08.26

Selfie auf der Webcam der Kammersteinerhütte

Wegführung: Sulz im Wienerwald (9.25) – Sulzberg (606m) – Julienfelsen – Höllensteinhaus (645m, 11.00-11.45) – Hoher Ge (532m) – K2 (549m) – Gaisberg (602m, 12.55) – Großer Sattelberg (584m) – Mugl-Höhe (556m) – Hinterer Föhrenberg (581m, 13.55) – Parapluieberg (561m) – Franz-Ferdinand-Haus (14.25-16.05) – Bierhäuslberg (488m) – Rodaun (17.00)

700hm, 16.2km, ca. 5 Stunden | 1 Reh | extreme Dürre, v.a. Eichen und junge Buchen ohne Fremdeinwirkung umgefallen, an Wurzel vertrocknet, verhungernde Kaltfront

Geburtstag in Wien und bis zum Vortag war unsicher, ob die Kaltfront mit oder ohne Niederschlag durchgehen würde. So ließ sich keine größere Bergtour planen, also blieb ich in der Nähe. Das war aufgrund der instabilen ÖBB wahrscheinlich auch die frustfreiere Variante. Schon bei der Anfahrt nach Liesing hatten wir zehn Minuten Verspätung – bei fünfzehn Minuten planmäßiger Fahrtzeit.

Letztendlich war es dann ein gelungener Ausflug, wenn auch bei deprimierendem Landschaftsbild. Ob sich der Wald jemals wieder erholen kann?

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Wilhelmswarte, Jubiläumswarte und Klesheimwarte am Anninger, Wienerwald (21.08.26)

Wilhelmswarte am Anninger (675m)

Wegführung: Gumpoldskirchen – Steinweg – Wilhelmswarte – Jubiläumswarte – Tieftal – Pfaffstättner Kogel – Pfaffstätten Hst. | 800hm, 15.4km | 2 Ringeltauben, 1 Schwarzspecht, viele Bläulinge

Nach den höhenmeterintensiven Wochen in Osttirol und am Ötscher brauchte ich ein paar Ruhetage, ehe ich wieder unterwegs sein sollte. Am Vortag war es schwülheiß mit Gewittern, am Folgetag nurmehr extrem schwül durch die starken Niederschläge. Meine Wahl fiel auf den Anninger, um die Dürreschäden zu dokumentieren und den ersten Tag auszunutzen, den die Prokschhütte nach dem Urlaub wieder offen hatte.

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Überschreitung der Gemeindealpe (1626m), Ybbstaler Alpen (15.08.26)

Track COROS PACE 4 auf der Open Topo Map

Wegführung: Schutzhaus Vorderötscher (8.30) – Halterhütte „In der Brach“ (10.10-11.00) – Gemeindealpe (11.40-11.50) – Mulisteig – Mitterbach am Erlaufsee Hst. (13.40) | 810hm, 11km | Schwarzspecht

Es fiel mir schon ein wenig schwer den idyllischen Ort zu verlassen, speziell mit dem Wissen, am Abend im 35 Grad warmen Wien aufschlagen zu müssen, aber es half nichts, ich hatte am nächsten Tag Dienst. Was ich definitiv nicht in meine Pläne eingerechnet hatte, war der Feiertag (Mariä Himmelfahrt). Damit war für einen Samstag noch mehr los als üblich. Zudem hoffte ich, in der Mariazellerbahn noch einen Platz zu bekommen. Es ging alles gut, auch weil ich früh dran war und die meisten sowieso bei Wienerbruck wieder ausstiegen.

Link zu Teil 1 – Erlaufklause – Ötschergräben – Vorderötscher-Schutzhaus

Link zu Teil 2 – Überschreitung Ötscher über Rauer Kamm und Riffelsattel

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