Admonter Warte (1804m) und Hexenturm (2170m, Abbruch), Haller Mauern (15./16.08.10)

Anfahrt zum Buchauer Sattel: Großer Pyhrgas, Scheiblingstein, Hexenturm, Natterriegel

Buchauer Sattel – Grabneralmhaus – Admonter Haus – Admonter Warte – Admonter Haus; Abbruch vor dem Mittagskogel – Admonter Haus – Grabner Alm – Buchauer Sattel | 1000hm, 12km

Ein denkwürdiges Datum. Ich verwende speziell den zweiten Tag der Wanderung seit Jahren bei Vorträgen über Gewittervorboten. Unvergessen ist der Tag, als wir zu dritt in einem Wäldchen am Boden kauerten, während die Blitze in der Nähe einschlugen. Es schüttete eine Stunde lang und hagelte dazu. Was war damals in der Vorbereitung schiefgelaufen? Ich bestand knapp zwei Wochen vorher die Diplom-Prüfung zum Meteorologen und wir wurden dennoch „vom Gewitter überrascht. Die Tage vorher waren wir im Zuge des jährlichen Moderatorentreffens in der Sadniggruppe unterwegs – bereits da war das Wetter sehr unbeständig mit morgendlichen Gewittern.

Damals suchte ich in den Wetterkarten nach einer Region, die am Wenigsten schauer- und gewitteranfällig sein sollte. Die nördliche Obersteiermark schien aufgrund der südwestlichen Höhenströmung föhnbegünstigt. Am Gewittertag selbst konnte ich die Wolkenvorboten nicht deuten, wir ignorierten auch den Hüttenwirt, der meinte, einen Donner gehört zu haben, während wir nichts gehört hatten. Wir stiegen trotz umschlagenden Wind und einfallenden Nebel ab.

Aus Schaden wird man klug, könnte man meinen, doch ein Jahr später geriet ich am Schneeberg erneut ins Gewitter – an einem Tag, wo die Wettermodelle nichts gerechnet hatten. Wieder deutete ich die Wolkenvorboten falsch. Im Sinne der schonungslosen Aufarbeitung möchte ich die damaligen Versäumnisse rekapitulieren. Daher veröffentliche ich die Wanderberichte neu – ohne Geschnörkel.

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Josefiberg und Moltersberg (971m) ab Spital am Pyhrn (03.06.26)

Track auf der Open Topo Map

Höhenmeter: 400 | Strecke: 8.3km | Orchideen, Regenwetter

Eine kurzfristig improvisierte Tour, nachdem es zunächst nicht danach aussah, als ob es tagsüber zu regnen aufhören würde. Ich frühstückte ausgiebig und brach dann mit Regenschirm und Regenhose bewaffnet mit Zweckoptimismus auf. Dieses Mal nur Handyfotos. Vom Josefiberg hab ich lustigerweise erst am Vorabend das erste Mal gehört. Man braucht schon hochaufgelöste Karten, um das langgestreckte Bergl zwischen Autobahn und Ort zu erkennen.

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Hofalmhütte – Pyhrgasgatterl – Genusstubn ab Spital am Pyhrn, Haller Mauern (02.06.26)

Ausblick auf das Tote Gebirge und OÖ Voralpen von der Hofalmhütte

Wegführung: Spital am Pyhrn /Haus Freunde der Natur (9.50) – Hofalmhütte (11.35-12.25) – Pyhrgasgatterl (13.25) – Trattenbacher Genusstubn (14.30-15.50) – Spital am Pyhrn (16.30)

Höhenmeter: 850 | Strecke: 14,7km | 6 verschiedene Orchideen: Fliegen-Ragwurz, Fuchs-Knabenkraut, Breitblättriges Knabenkraut, Mannsknabenkraut, Breitblättriges Waldvögelein, Großes Zweiblatt

Wetterlage: Föhnige Südwestströmung mit labiler Warmluft. Einzelne Modelle mit präfrontalen Gewittern.

Ausrüstung: Sony RX 100 VI (1Zoll-Kompaktkamera mit manuellem Fokus)

Auftakt zu einer langen Woche. Ich fuhr um 6.30 in Wien weg und konnte gemütlich im Railjet frühstücken, ehe ich in Linz umstieg. Gut zu wissen – um 8.04 fährt ein Interregio genannter Cityjet (einfache Garnitur) nach Graz, mit größeren Gruppen könnte es eng werden. Der CJ hat eine winzige erste Klasse im Kopfteil und die anderen Sitzplätze können reserviert werden. In Wien wäre es ein gewöhnlicher Nahverkehrszug.

Nach exakt drei Stunden kam ich pünktlich in Spital am Pyhrn an und checkte erstmal im Naturfreundehaus ein. Leider hatten sich die Modelle konsolidiert, dass der Anreisetag vom Wetter her länger stabil sein würde und am Folgetag eine schleifende Kaltfront eher trübes und regnerisches Wetter bringen würde. Umgekehrt wäre mir lieber gewesen. Aber so war es nun mal. Ich beschloss kurzfristig, mir einen gemütlichen Tag zu machen – die Folgetage würden mit dem Wanderführer-Grundmodul beim VAVÖ noch intensiv genug werden. Daher kam nur diese kleine Hüttenrunde mit zwei längeren Stops zustande, die dafür botanisch reichlich zu bieten hatte.

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Kleiner Bosruck (1466m) über Dr. Vogelgesangklamm, Haller Mauern (29.09.25)

Der Kater der Bosruckhütte zog ein Sauerkrautgesicht

Eckdaten:

  • Wegführung: Spital am Pyhrn Stiftplatz (9.27) – Dr. Vogelgesangklamm – Ardningsattel (1425m, 12.25) – Kleiner Bosruck (1466m, 12.40) – Bosruckhütte (1043m, 13.40-15.00) – Spital am Pyhrn (16.15)
  • Höhenmeter und Strecke: 830 hm | 16.7km
  • Reine Gehzeit: ca. 5 Stunden
  • Viecher: 3 Katzen

Eine Tour mit etwas Wunschdenken am Vortag. Ich klammerte mich an das deutsche Lokalmodell ICON D2, welches zumindest ab Mittag längere Regenpausen sah. Auf diese wartete ich leider vergebens. Die Tour war nicht schwierig, aber mental herausfordernd, trotz weiterer Regenschauer aufzusteigen. Ich dachte mehrmals an Abbruch, aber wollte dann wenigstens den Kleinen Bosruck als Gipfelerfolg feiern – ursprünglich geplant war die Runde übers Karleck.

Rückblickend betrachtet war es zugleich schön, weitgehend alleine unterwegs zu sein – praktisch eins zu werden mit der Natur und den Wetterelementen. Dennoch ist eine Wiederholung bei besserem Wetter Pflicht. Die Dr. Vogelgesangklamm besuchte ich nach 2015, 2018 und 2024 das vierte Mal. Beim nächsten Gipfelversuch vielleicht von Süden (Ardning) hinauf, um Abwechslung hineinzubringen.

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