
Wegführung: Kummerbrücke Parkplatz (9.35) – Wasserfall (10.45) – Ausstieg (12.25) – Ebersanger (12.55) – Kölblplan Ausstieg (14.45) – Gipfel (15.50-16.00) – Hesshütte (18.10)
Höhenmeter: 1560 | Strecke: 8.2km (nur….) | Reine Gehzeit: ca. 7 Std. 30 Minuten | Viecher: Gams; Breitblättrige Stendelwurz, Fuchs-Knabenkraut (unten)
Nachdem die geplante Priel-Überschreitung aufgrund des unbeständigen Montags nichts wurde, disponierte ich mit meinen Wanderfreunden auf Gesäusegipfel um, mit Übernachtung auf der Hesshütte. Im ersten Teil dieser Tagestour zeige ich den Aufstieg vom Parkplatz Kummerbrücke über den Wasserfallweg (Klettersteig) auf die Ebersangeralm.
Charakteristik: Zunächst lange den Hang querend mit viel Wurzeln durch Windwurfgelände, dann moderat ansteigend bis zum Wasserfall. Danach steil entlang der Felswand hinauf bis zu einem Eck und über enge erdig-schrofige Kehren zum Beginn der Versicherungen. Kletterstellen meistens A, beim abdrängenden Riss und der steilen Leiter mit B einzustufen. Dort ziemlich ausgesetzt, aber entweder eine Rippe, die Grasböschung oder kleine Bäume dazwischen, sodass es sich nicht so luftig anfühlte (außer man schaute bewusst hinab).
Link auf Teil 2: Überschreitung der Planspitze ab Ebersanger über Kölblplan zur Hesshütte
Aufgrund der zahlreichen Baustellen auf der Südautobahn, einer Ampelregelung am Präbichl und weitere Ampeln im Gesäuse inklusive Sonntagsfahrern brauchten wir genau drei Stunden bis zum Ausgangsort, dem Parkplatz Kummerbrücke. Zumindest war es im Schatten noch einigermaßen kühl. Die Querung bis zum Ebersangerbach gestaltete sich etwas mühsam mit feuchter Erde und vielen rutschigen Steinen und Wurzeln.



Ab dem Zeitpunkt, wo der Steig entlang des Ebersangerbachs verläuft, wurde der Weg besser. Zum Schluss in steileren Kehren über Schotter bis zu einer Geländestufe.




Der Wasserfall litt ebenfalls unter der Trockenheit, denn es floss nur ein dünnes Rinnsal über die Kante.

Das Bachbett queren und dann in steilen Kehren bis zur teils überhängenden Felswand.



Dahinter hing eine Informationstafel an einem Baum, mit dem Hinweis auf 100 Jahre Wasserfallweg (1891 errichtet).


Das Gelände wurde steiler und der spitze, mit Nadelbäumen bewachsene Rücken endete an der Abbruchkante nahe dem Wasserfall. Ums Eck waren schon die ersten Seilsicherungen erkennbar.





Nach einem weiteren Eck kam schon die spektakuläre Ausstiegsrampe, teils auf beiden Seiten mit Handlauf und Bügeln versichert.

Von oben kommend hörte ich Stimmen und überlegte, ob es nicht gescheiter war, zu warten, bis sie vorbei waren, denn bei dem exponierten Gelände wollte ich nicht ausweichen müssen. Doch die Familie rastete bei der sogenannten Emes-Ruhe, wo sich eine leider überschriebene Erinnerungstafel an den Erbauer des Klettersteigs, Leopold Emes, befindet. Dort war der Weg breit genug, um ohne nahe an die Kante gehen zu müssen vorbeizukommen.

Der Schlussanstieg war bergauf durchaus genussvoll, bergab verlangt er doch etwas Überwindung, wenn man die ganze Zeit in den Abgrund schaut.


Die nachfolgende Leiter ging problemlos aufzusteigen, wenn auch die Felswand daneben nach links abdrängte, aber man konnte einzelne Felsstufen nutzen, ohne die Leiter zur Gänze verlassen zu müssen.






Nach der steilen Leiter kommt eine flachere Leiter, die man vor Beginn der nächsten Saison eventuell einmal festschrauben sollte.

Und dann war es geschafft: Ab dem Ausstieg wieder harmloses Gehgelände im Wald bis zum ehemaligen Almboden.


Die Ebersangeralpe (1424m) ist seit mindestens 1880 nachgewiesen.


Etwa eine Minute vor der Abzweigung zur Planspitze rasteten wir nichtsahnend kurz im Schatten. Bis hierher hatten wir drei Stunden und zwanzig Minuten gebraucht.
weiter im Bericht zur Planspitze
Ein Kommentar zu „Planspitze (2117m) über Wasserfallweg – Teil 1 , Gesäuse (28.07.26)“