Überschreitung der Gemeindealpe (1626m), Ybbstaler Alpen (15.08.26)

Track COROS PACE 4 auf der Open Topo Map

Wegführung: Schutzhaus Vorderötscher (8.30) – Halterhütte „In der Brach“ (10.10-11.00) – Gemeindealpe (11.40-11.50) – Mulisteig – Mitterbach am Erlaufsee Hst. (13.40) | 810hm, 11km | Schwarzspecht

Es fiel mir schon ein wenig schwer den idyllischen Ort zu verlassen, speziell mit dem Wissen, am Abend im 35 Grad warmen Wien aufschlagen zu müssen, aber es half nichts, ich hatte am nächsten Tag Dienst. Was ich definitiv nicht in meine Pläne eingerechnet hatte, war der Feiertag (Mariä Himmelfahrt). Damit war für einen Samstag noch mehr los als üblich. Zudem hoffte ich, in der Mariazellerbahn noch einen Platz zu bekommen. Es ging alles gut, auch weil ich früh dran war und die meisten sowieso bei Wienerbruck wieder ausstiegen.

Link zu Teil 1 – Erlaufklause – Ötschergräben – Vorderötscher-Schutzhaus

Link zu Teil 2 – Überschreitung Ötscher über Rauer Kamm und Riffelsattel

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Lange Ötscher (1893m) – Überschreitung ab Vorderötscherschutzhaus, Ybbstaler Alpen (14.08.26)

Ötscher (1893m) – Gipfel

Wegführung: Vorderötscherschutzhaus (8.20) – Schleierfall (8.40) – Jägerherz (9.30) – Rauer Kamm (11.05) – Gipfel (12.40-13.00) – Ötscherschutzhaus (13.50) – Riffelsattel (14.05) – Spielbichler (14.45) – Vorderötscherschutzhaus (16.10)

Höhenmeter: 1270 | Strecke: 19.7km | Reine Gehzeit: ca. 7 Stunden

Bisher bin ich den Rauen Kamm zwei Mal gegangen: Im Herbst 2014 mit Günter und Übernachtung am Ötscherschutzhaus, damals von Wienerbruck weg. Dann im Herbst 2023 mit Werner von Lackenhof weg als Tagestour. Dieses Mal fühlte ich mich trittsicher und erfahren genug, um den Rauen Kamm alleine zu gehen. Vom Wetter her gab es keinen Zeitdruck, nur das Wasser würde knapp werden. Rückblickend betrachtet hätte ich mindestens vier Liter mitnehmen sollen oder doch versuchen sollen, mit kleinerem Rucksack zu gehen. Aber es ist alles gut gegangen.

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Ötschergräben von der Erlaufklause bis Vorderötscher, Ybbstaler Alpen (13.08.26)

es war noch genug Wasser da, damit sich Wanderer darin spiegeln konnten

Aufgrund der anhaltend hohen Temperaturen in dieser Woche flüchtete ich gleich wieder aus Wien. In Ostösterreich konnte man wegen der extremen Waldbrandgefahr und diverser Öffi-Baustellen ohnehin wenig unternehmen. So fährt etwa bis Schulbeginn zwischen Ternitz und Payerbach-Reichenau ein Schienenersatzverkehr. Sonst hätte ich wohl im Schneeberg-Gebiet eine Tour unternommen. Beim Ötscherschutzhaus war für mich nicht ersichtlich, ob es Donnerstag und Freitag überhaupt geöffnet war, also buchte ich zwei Mal Lager im Vorderötscherschutzhaus für stolze 102 Euro. Man gönnt sich ja sonst nichts, aber billiger wäre ein Hotel in Wien auch nicht gewesen.

Anreise mit der Mariazellerbahn bis Haltestelle Erlaufklause. Unterwegs sah ich die extremen Hitze- und Dürreschäden im Pielachtal. Ehemals grüne Wiesen vollkommen verbrannt. Viele Wälder geschädigt, viele Laubbäume warfen ihre Blätter ab. Ein dystopischer Anblick. Bilder hierzu später in einem separaten Blogbeitrag auf meteofranke.com. Pünktlich um 13.40 begann ich meine Wanderung – da war es schon recht heiß. Schuld daran die extrem trockene Luft und die ausgetrockneten Böden. 100% der Sonnenenergie fließt dann in den fühlbaren Wärmestrom und muss nicht mehr für die Verdunstung abgezweigt werden. Nach kalten Nächten gab es in der Region also über 25°C Tagesgang. Das hab ich zugegeben etwas unterschätzt und ordentlich geschwitzt, bis ich beim Schutzhaus ankam.

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