Weißer Knoten (2890m) ab Lucknerhaus, Glocknergruppe (08.08.26)

Gipfelkreuz

Wegführung: Lucknerhaus (8.05) – Glorer Hütte (9.50) – Gipfel (10.40) – Glorer Hütte (11.30-14.00) – Lucknerhaus (15.45) | 980hm, 12km | Tiersichtungen: Fuchs, Gänsegeier, Murmeltiere, Gimpel, Turmfalke

Von der Routenführung die einfachste Tour und die Höhenmeter ersparte ich mir durch die Auffahrt bis zum Lucknerhaus. Nach vier Touren in Folge spürte ich schon langsam ein wenig die Knie und Füße und wollte es daher ruhiger angehen lassen. Mit dem Weißen Knoten wurde es zumindest mein höchster Gipfel seit dem 29. August 2018 (Kolbenspitze in den Ötztaler Alpen).

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Dorfer See über Daberklamm, Nationalpark Hohe Tauern (06.08.26)

Kleinod Dorfer See

Wegführung: Taurerwirt (7.40) – Daberklamm – Kalser Tauernhaus (9.20) – Dorfer See (10.20-10.45) – Kalser Tauernhaus (11.45-13.00) – Taurerwirt (14.15) | 500hm, 17.4km

Nach einer extrem warmen Nacht in Ostösterreich sollte an diesem Tag die Gluthitze einen weiteren Höhepunkt erreichen, ehe so etwas wie eine Kaltfront kam. In Osttirol ging es ein wenig schneller und so hatte ich nur einen guten halben Tag für eine Tour. Daberklamm und Dorfer Tal standen für den „Schlechtwettertag“ auf der Liste, der dann doch lange brauchbar war, aber immer mit dem kritischen Blick zum Himmel. Der war dort auch notwendig, denn es gab keinen Netzempfang. Vielen Wandersmenschen würde ich wünschen, wieder öfter in den Himmel statt in die App zu schauen, aber dazu später mehr.

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Stüdlhütte (2802m) über Teischnitztal, Glocknergruppe (05.08.26)

Teischnitztal mit Großglockner

Wegführung: Taurerwirt (7.45) – Teischnitztal – Stüdlhütte (11.15) – Lucknerhütte (12.30-14.00) – Lucknerhaus | (14.50) | 1320hm, 13.3km | Murmeltiere

Für den zweiten Tag hatte mich der Ehrgeiz gepackt und nach dem schnellen Aufstieg aufs Figerhorn fühlte ich mich fit genug, um nochmal eine 1300hm-Tour nachzulegen. Noch dazu hatte ich drei Hütten im Abstieg und musste den Rucksack nicht unnötig beschweren. Die Gewittergefahr war ähnlich wie am Vortag: Ortsfeste Gewitterzellen gegen 15, 16 Uhr Lokalzeit. Mit dem zeitigen Start vom Taurerwirt hatte ich mehr als genug Spielraum.

Für diese Tour galt eindeutig: Der Weg ist das Ziel. Der Aufstieg übers Teischnitztal war einfach traumhaft. Die längeren Forstwegabschnitte zu Beginn störten nicht. Sie verliefen außerdem durchwegs im Schatten.

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Überschreitung des Figerhorn (2743m), Glocknergruppe (04.08.26)

Freiwandspitze und Glocknermassiv

Wegführung: Kals (Ort, 8.00) – Burg – Felsenkapelle (8.37) – Gipfel (11.20-11.35) – Greibühel (2247m, 12.35-12.45) – Lucknerhaus (13.20)

Höhenmeter: 1450hm | Strecke: 13km | ca. 4 Std. 45 Minuten reine Gehzeit | Murmeltiere, Turmfalke; Tauernblümchen, Edelweiss

Erstmals ein Wanderurlaub, der dezidiert als „Stadtflucht“ konzipiert wurde. Am Tag, wo in Wien erneut 40°C erreicht wurden, fuhr ich mit Bahn und Bus vollkommen problemlos nach Kals am Großglockner, was für die lange Anreise von rund sechseinhalb Stunden Fahrtzeit nicht unfaszinierend ist. Ich quartierte mich im „Haus Charlotte“ unweit vom Gemeindeamt ein. Die sehr freundliche Unterkunftgeberin richtete sich mit dem reichhaltigen Frühstück nach meinen Aufstehzeiten. Für etwas mehr Komfort nutzte ich ein Doppelzimmer für eine Person, dafür mit Balkon und Blick nach Westen. Im Gegensatz zu Innervillgraten (Slogan: „Kommen Sie zu uns! Wir haben nichts!“) war Kals schon recht überlaufen vom Massentourismus, vor allem Deutsche und Holländer. Für mich galt, die weniger frequentierten Wege zu finden, was mir großteils auch gelang.

Das Figerhorn, mein erster (und einziger richtiger) Gipfel der Region, leitet sich von romanisch vicus = Dorf ab. Fig hieß früher der heutige Ort Großdorf. Der Hofname Figer wurde urkundlich bereits 1307 als Zefig (sub vico, unter dem Dorf) erwähnt.

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