Eine kurzfristig improvisierte Tour, nachdem es zunächst nicht danach aussah, als ob es tagsüber zu regnen aufhören würde. Ich frühstückte ausgiebig und brach dann mit Regenschirm und Regenhose bewaffnet mit Zweckoptimismus auf. Dieses Mal nur Handyfotos. Vom Josefiberg hab ich lustigerweise erst am Vorabend das erste Mal gehört. Man braucht schon hochaufgelöste Karten, um das langgestreckte Bergl zwischen Autobahn und Ort zu erkennen.
Wetterlage: Föhnige Südwestströmung mit labiler Warmluft. Einzelne Modelle mit präfrontalen Gewittern.
Ausrüstung: Sony RX 100 VI (1Zoll-Kompaktkamera mit manuellem Fokus)
Auftakt zu einer langen Woche. Ich fuhr um 6.30 in Wien weg und konnte gemütlich im Railjet frühstücken, ehe ich in Linz umstieg. Gut zu wissen – um 8.04 fährt ein Interregio genannter Cityjet (einfache Garnitur) nach Graz, mit größeren Gruppen könnte es eng werden. Der CJ hat eine winzige erste Klasse im Kopfteil und die anderen Sitzplätze können reserviert werden. In Wien wäre es ein gewöhnlicher Nahverkehrszug.
Nach exakt drei Stunden kam ich pünktlich in Spital am Pyhrn an und checkte erstmal im Naturfreundehaus ein. Leider hatten sich die Modelle konsolidiert, dass der Anreisetag vom Wetter her länger stabil sein würde und am Folgetag eine schleifende Kaltfront eher trübes und regnerisches Wetter bringen würde. Umgekehrt wäre mir lieber gewesen. Aber so war es nun mal. Ich beschloss kurzfristig, mir einen gemütlichen Tag zu machen – die Folgetage würden mit dem Wanderführer-Grundmodul beim VAVÖ noch intensiv genug werden. Daher kam nur diese kleine Hüttenrunde mit zwei längeren Stops zustande, die dafür botanisch reichlich zu bieten hatte.