
Wegführung: Kahlenbergerdorf (10.30) – Nase direttissima – Leopoldsberg – Nasenweg – Nase direttissima – Leopoldsberg – Waldbachgraben – Kahlenberg-Ostgrat (I) – Kahlenberg – Vogelsangberg – Cobenzl (14.30)
Höhenmeter: 770 | Strecke: 9.4km | Gehzeit: 4 Std.
Eigentlich wollte ich nur schaun, ob noch Orchideen am Nasenweg auffindbar waren, nachdem knapp vier Wochen vorher die Wegböschung ausgeschnitten wurde. Dabei wurden wahrscheinlich tatsächlich einige Exemplare weggesenst, aber abseits des Weges wurde ich ebenfalls fündig. Der direkte Anstieg über die Nase über die Felsen war so anregend, dass ich ihn gleich ein zweites Mal ging. Erstmals stieg ich beim Kosakendenkmal den sausteilen Steig hinab zum Waldbach und begegnete ausgerechnet an der steilsten Stelle zwei jungen Franzosen im Aufstieg.
Beim Anstieg zum Ostgrat sah ich eine Frau mit Flip-Flops den zahmeren Ostkamm gehen, trotzdem mit diesen Schuhen wahrscheinlich kein Vergnügen. Vogelsangberg-Besteigung Nr. 54 war dann gewissermaßen Pflichtprogramm, aber mit der Merlin-App horche ich derzeit umso gespannter in den Wald hinein. Da der Kahlenberg-Imbiss leider geschlossen hatte und mir das Wasser ausgegangen war, fuhr ich ab Cobenzl zurück.
Um eine Erkenntnis war ich auch reicher: Ich erreichte einen Maximalpuls von 175, ohne kurzatmig zu werden.
Erst fürchtete ich auf den Eichenprozessionsspinner gestoßen zu sein, doch die Seilschaften am Nasenweg entpuppten sich als Gspinstmotte-Raupen, die sich an meterlangen Fäden senkrecht hinaufzogen.






Unten angekommen trank ich kurz etwas und aß eine Banane. Und dann ging’s wieder hinauf.




Beim Kosakendenkmal bog ich links ab… der Steig wurde nach unten immer steiler.


Dann kurz entlang vom Waldbachsteig, dann rechts weg über das Bachbett und steil am Hang gegenüber nach links.


Bei der Wiese kam ich das erste Mal 2016 vorbei, als ich den Ostgrat suchte, aber zu weit nach links geriet. Ich stieg über den Steig am gemütlicheren Kamm dann aufwärts. Keine Kletterstellen dort.
Dieses Mal querte ich hinüber zum Einstieg des Ostgrats. Stecken wären von Vorteil gewesen. Teilweise schmal, erdig, abschüssig. Ich war dankbar für meine Hoka Speedgoat – Trailrunningschuhe, die den perfekten Grip für dieses Gelände hatten.










Den Vogelsangberg nahm ich dann auch über den direkten Anstieg.



Bei der Agneswiese machte der Vogelsangberg dann seinem Namen alle Ehre: Kohlmeise, Zilpzalp, Amsel, Mönchsgrasmücke, Buchfink trällerten gleichzeitig. Außerdem hörte ich sonst noch Blaumeise, Rotkehlchen und Stieglitz.
Abstieg zum Cobenzl und mit dem Bus zurück.