Leopoldsberg und Kahlenberg-Ostgrat alpin (20.05.26)

Track auf der OTM (Coros Pace 4)

Wegführung: Kahlenbergerdorf (10.30) – Nase direttissima – Leopoldsberg – Nasenweg – Nase direttissima – Leopoldsberg – Waldbachgraben – Kahlenberg-Ostgrat (I) – Kahlenberg – Vogelsangberg – Cobenzl (14.30)

Höhenmeter: 770 | Strecke: 9.4km | Gehzeit: 4 Std.

Eigentlich wollte ich nur schaun, ob noch Orchideen am Nasenweg auffindbar waren, nachdem knapp vier Wochen vorher die Wegböschung ausgeschnitten wurde. Dabei wurden wahrscheinlich tatsächlich einige Exemplare weggesenst, aber abseits des Weges wurde ich ebenfalls fündig. Der direkte Anstieg über die Nase über die Felsen war so anregend, dass ich ihn gleich ein zweites Mal ging. Erstmals stieg ich beim Kosakendenkmal den sausteilen Steig hinab zum Waldbach und begegnete ausgerechnet an der steilsten Stelle zwei jungen Franzosen im Aufstieg.

Beim Anstieg zum Ostgrat sah ich eine Frau mit Flip-Flops den zahmeren Ostkamm gehen, trotzdem mit diesen Schuhen wahrscheinlich kein Vergnügen. Vogelsangberg-Besteigung Nr. 54 war dann gewissermaßen Pflichtprogramm, aber mit der Merlin-App horche ich derzeit umso gespannter in den Wald hinein. Da der Kahlenberg-Imbiss leider geschlossen hatte und mir das Wasser ausgegangen war, fuhr ich ab Cobenzl zurück.

Um eine Erkenntnis war ich auch reicher: Ich erreichte einen Maximalpuls von 175, ohne kurzatmig zu werden.

Erst fürchtete ich auf den Eichenprozessionsspinner gestoßen zu sein, doch die Seilschaften am Nasenweg entpuppten sich als Gspinstmotte-Raupen, die sich an meterlangen Fäden senkrecht hinaufzogen.

Pfaffenhütchen-Gespinstmotte (Yponomeuta cagnagella)
Aufstieg auf der Nase
Diptam
Ausgeputzter Himmel über dem Wiener Becken
Nächste Seilschaft
Verblühte Spinnen-Ragwurz am Nasenweg im Abstieg

Unten angekommen trank ich kurz etwas und aß eine Banane. Und dann ging’s wieder hinauf.

insectifora ähnlich
verblühte sphegodes (eindeutig)
Klosterneuburg und Korneuburg
Burg Kreuzenstein links, Rohrwald dahinter und Korneuburg rechts

Beim Kosakendenkmal bog ich links ab… der Steig wurde nach unten immer steiler.

Steile Rampe, aber griffige Tritte
Noch steiler

Dann kurz entlang vom Waldbachsteig, dann rechts weg über das Bachbett und steil am Hang gegenüber nach links.

Schlüsselstelle: Abschüssige Hangquerung, rutschig, schmal und der liegende Baumstamm hält nicht
Hübsche Wiese mit Kartäusernelke, Berg-Klee, Orobranchen

Bei der Wiese kam ich das erste Mal 2016 vorbei, als ich den Ostgrat suchte, aber zu weit nach links geriet. Ich stieg über den Steig am gemütlicheren Kamm dann aufwärts. Keine Kletterstellen dort.

Dieses Mal querte ich hinüber zum Einstieg des Ostgrats. Stecken wären von Vorteil gewesen. Teilweise schmal, erdig, abschüssig. Ich war dankbar für meine Hoka Speedgoat – Trailrunningschuhe, die den perfekten Grip für dieses Gelände hatten.

Hangquerung im steilen Wald
Rote Punkte am Zustieg zum Ostgrat
Beginn Ostgrat
Tatsächlich eine durchgehende Gratrippe mit roten Punkten
Blick nach oben
Rückblick
Stratocumulus mammatus cumulogenitus über Wien (Inversion, keine Regenschauer)
Donauinsel
Zoom auf den Flughafen, das Arbesthaler Hügelland dahinter und Leithagebirge am Horizont
Agneswiese heute in weiß

Den Vogelsangberg nahm ich dann auch über den direkten Anstieg.

Dürrenstein (blass, links), Ötscher (mittig), Hohenstein (rechts)
Elefantenbeine
Ansammlung von Breitblättrigen Waldvögelein (C. damasonium)

Bei der Agneswiese machte der Vogelsangberg dann seinem Namen alle Ehre: Kohlmeise, Zilpzalp, Amsel, Mönchsgrasmücke, Buchfink trällerten gleichzeitig. Außerdem hörte ich sonst noch Blaumeise, Rotkehlchen und Stieglitz.

Abstieg zum Cobenzl und mit dem Bus zurück.

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