
Route: Innerfahrafeld Dürntal Hst. (10.10) – Talerhütte (11.35-12.00) – Kandlhofalm (12.30) – Hinteralm (1313m, 14-15.15) – Muckenkogel (1248m, 15.40) – Kolm (16.50) – Mitterriegel – Lilienfeld (18.00)
Höhenmeter: 950 | Strecke: 16,5km | Reine Gehzeit: ca. 6 Stunden
Viecher: 4 Murmeltiere, Kröte, Frösche, Gams, Reiher | Vegetation: Holunder-Knabenkraut
Tour mit Wolfgang, mit Auto bis Lilienfeld, dann mit einem Kleinbus nach Innerfahrafeld und über Hinteralm und Muckenkogel zurück nach Lilienfeld. Das Wetter war traumhaft mit angenehmer Wärme und wenig Wind. Dazu gabe es abwechslungsreiche Tiersichtungen.
Start jedenfalls bei der Bushaltestelle genau gegenüber vom Dürntal, in das wir kurz hineinwandern, ehe ein Wegweiser zum „Talerberg“ verweist. Einen Gipfel dieses Namens gibt es dort nicht, aber den Hof Thaler, der damit vermutlich gemeint ist – mit der zugehörigen Talerhütte, an der wir später vorbeikommen sollten.
Die meisten Forstwegkehren lassen sich über einen alten Ziehweg abkürzen, nur weiter oben lagen Baumstämme am Weg und ein (ungültiges) Schild zu Forstarbeiten, mit Uhrzeit, aber ohne Datum. Wir gingen trotzdem lieber außen herum, falls etwaige Hindernisse im Weg liegen würden.


Im Mai, Juni und August hat die Hütte an Wochenenden geöffnet, im Juli nur sonntags.




Nach angenehmer Rast gingen wir weiter in Richtung Kandlhofalm.


Am östlichen Ausläufer der Kandlhofalm erlebten wir eine Überraschung:

Bisher wusste ich von Murmeltieren in Richtung Schwarzwaldeck und Hochstaff, aber dass es sie auf der Sternleiten der Hinteralm gab, war uns beiden neu. Von der Anzahl der ausgehobenen Erdhügel her lebte hier mindestens ein Dutzend Murmeltiere, eher mehr und weiter nordwestlich gab es eine zweite Population.
Kurz vor den Gebäuden der Kandlhofalm bewegte sich plötzlich der Boden vor Wolfgangs Füßen. Er konnte gerade noch zurückziehen und die Kröte machte einen Satz zur Seite.


In älteren Karten ursprünglich Karlhofer Alm, nach dem Karlhof im Tal der Unrechttraisen benannt. Aus dem Karlhof wurde zwischen 1910 und 1930 der Kandlhof und die Alm machte die Namensgebung mit.

Es sollte tierisch weitergehen, denn bei einer kleineren Lacke am Kamm der Sternleiten tummelten sich sicherlich zwei Dutzend Frösche im Wasser. Sie bestiegen sich gegenseitig und quakten dabei wie Enten.











Bei der Hinteralm angekommen stellten wir fest, dass die größeren Fleischgerichte schon verspeist waren. Erstmals seit etlichen Jahren traute ich mir die Linsen mit Speck zu, nachdem ich Hülsenfrüchte nicht unbedingt gut vertrage. Doch diese waren gut angerichtet und ich hatte keinerlei Beschwerden danach. Die Bananenschnitte war relativ groß und den restlichen Abstieg brauchte ich dann nichts mehr.

Von den drei Hüttenkatzen zeigte sich nur eine, die am gegenüberliegenden Tisch entlang ging. Neben uns stand eine sechs Jahre alte Australien Shephard Hündin, die die Katze neugierig anstarrte. Diese verkroch sich hinter zwei Frauen und blieb auch dort liegen, als der Hund längst weg war.









Dann flog ein großer Vogel, ich hielt ihn zuerst für einen Storch, über den Talboden und setzte sich auf einen hohen Nadelbaum am Hang:

Um Punkt 18 Uhr erreichten wir Lilienfeld. Schön war’s.