Höhenmeter: ca. 440 | Strecke: 8.7km | Gehzeit: ca. 2 Stunden 50 Minuten
Viecher: Mäusebussard, Biene
Erster Ausflug bei Frühlingsbedingungen in die Föhrenberge. Dieses Mal hab ich mit der App meiner neuen COROS Pace 4 getrackt. Superleicht am Handgelenk, einfache Bedienung (Steuerungsrad), übersichtliche Menü- und Statistikführung. Karten schaue ich normal separat über meine ApeMap App, hier interessierte mich nur die Strecke und Höhenmeter (da waren es allerdings 100hm zu viel, korrigiert via GPX Studio).
Ein Tag, an dem gefühlt alle meine Wandersleut im Bekanntenkreis unterwegs waren. Die einen suchten den Schnee, der ziemlich sulzig und schwer war, ich suchte Wärme und Farben in der Natur nach den langen Wochen eisigen Nebelwetters. Auf meiner üblichen Runde fand ich die Frühlingsvorboten, und kam auch mit dem Sonnenschein auf meine Kosten. Negativer Beigeschmack nur durch die starke Haselpollenbelastung (vor allem Kopfweh), was ich aber durch Antihistaminika rasch in den Griff bekam).
Grafik mit winterlicher Berglandschaft: Zwei Wandernde gehen auf einem verschneiten Weg in Richtung eines hohen, schneebedeckten Berggipfels im Sonnenlicht. Oben steht in orange „Solidarität in Höhenmetern“, darunter in weiß „Vielen Dank für diese starke Aktion!“. Unten rechts ist das Logo der Österreichischen Gesellschaft für ME/CFS (ÖG ME/CFS) zu sehen (Grafik von MECFS übernommen)
Vom 1. September bis 31. Dezember2025 hatte ich angekündigt, 10 Cent pro erwanderte Höhenmeter am Berg an die Österreichische MECFS-Hilfe zu spenden. Die letzte Wanderung fand am Silvestertag in den Föhrenbergen mit langjährigen Wanderfreunden statt. Das Wanderwetter war in der ersten Herbsthälfte zwar etwas durchwachsen, hatte mich aber nicht wirklich abgehalten.
MECFS steht für Myalgische Enzephalitis/Chronic Fatigue Syndrome – und ist eine schwere neuroimmunologische Erkrankung, die gehäuft nach Virusinfektionen auftritt. Leitsymptom ist PEM – Post Exertion Malaise, nach körperlicher und auch geistiger Anstrengung tritt eine oft mehrtägige Zustandsverschlechterung ein, die sich auch in Ruhe nicht bessert. Es gibt bisher keinen eindeutigen Auslöser oder klare Biomarker. Die Diagnose wird im Schnitt erst nach 5 Jahren gestellt und Betroffene haben einen langen Leidensweg hinter sich. Mit der Corona-Pandemie hat sich die Zahl der Betroffenen um zehntausende Menschen erhöht.
In Summe erwanderte ich in diesem Zeitraum 24 700 Höhenmeter. Damit betrug meine Spende 2470 Euro. Ich stand zu meinem Wort und überwies den Betrag mit Jahresbeginn 2026.
Ich hoffe, damit einen Beitrag zur finanziellen Unterstützung der Betroffenen leisten zu können. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass chronische Erkrankungen auf Dauer kostspielig sind. Wenn sie noch dazu zur Arbeitsunfähigkeit führen oder in Teilzeit zwingen, werden nötige (Off-label) Medikamente und Therapien schnell eine große finanzielle Herausforderung. Dazu kommen Rechtsstreitigkeiten mit der PVA, die die Schwere der Erkrankung und damit verbundenen Pflegegrad nicht anerkennen will, sowie teure Facharzttermine überwiegend bei Wahl- oder Privatärzten. In Österreich kommt noch die ungebremste Inflation seit Jahren hinzu mit hohen Mieten und steigenden Kosten im alltäglichen Leben.
Es gibt jedenfalls viele Gründe, neben Aufklärung und Bewusstseinsschaffung auch einen finanziellen Beitrag zu leisten, um den Betroffenen zu helfen.
Mit meiner Aktion hoffe ich außerdem, Nachahmer zu finden mit ähnlichen oder anderen kreativen Aktionen. Darüber hinaus danke ich den engagierten österreichischen Journalistinnen und Journalisten, die am Thema MECFS dranbleiben, und gemeinsam mit den PatientenvertreterInnen, Angehörigen und engagierten FachärztInnen die Politik zu Handlungen zwingen, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und an längst überfälligen Therapien zu forschen.
am 14. September 2025 habe ich meinen neuen Blog alpinfranke.com gestartet, um meine Tourenberichte in zeitgemäßem und leichter erstellbarem Design präsentieren zu können. Die Arbeiten am neuen Blog sind noch nicht abgeschlossen. Die Jahresstatistiken möchte ich noch übernehmen und eine Auswahl eindrücklicher Touren, die bisher auf inntranetz.at stehen, auf dem Blog überarbeitet neu veröffentlichen. Hinzu kommen noch meteorologisch interessante Themen.
Für das neue Jahr habe ich meine Pläne schon gemeinsam mit dem Alpenverein gemacht, u.a. den Iseltrail in Osttirol (Hohe Tauern), ein Schneeschuh-Wochenende in den Nockbergen sowie den Grundkurs für die Wanderführerausbildung in Windischgarsten. Dazu kommt eine Woche Teneriffa – mein erster Urlaub abseits des europäischen Kontinents.
Dank dem Meilenstein der ÖBB, die Eröffnung der Koralmbahn, verkürzt sich die Fahrtzeit nach Triest von rund 9 auf 6,5 Stunden (Direktzug). Damit wird auch ein verlängertes Wochenende durchaus reizvoll. Auch die Koralpe rückt deutlich näher an Wien heran.
Für Touren mit 1-3 Übernachtungen habe ich außerdem das Tote Gebirge, das Gesäuse, den Hochschwab (Überschreitung) und den Zirbitzkogel im Blick, und ein paar weitere Ziele mit 1-2 Gipfeln, die auch unter der Woche geöffnete Hütten haben.
Ich möchte dieses Jahr aber keinen neuen Höhenmeterrekord aufstellen, sondern insgesamt mehr abwechslungsreiche Bewegung machen, also auch zwischendurch Radtouren vor allem im gut erreichbaren Wald- und Weinviertel sowie im östlichen Flachland. Dabei gefällt mir vor allem, Orte kennenzulernen, die ich öffentlich schwer oder gar nicht erreichen kann. Wie viele langjährige LeserInnen wissen, habe ich ein leidenschaftliches Interesse an Geschichte, insbesondere alter Kirchen (romanisch und älter) sowie Burgen oder römischer Überreste.
Neben den Radtouren möchte ich auch etwas mehr Augenmerk als bisher auf körperliches Training richten, also maximal mit Handykamera oder kleiner Kamera, um mit möglichst leichtem (kleinen) Rucksack unterwegs sein zu können. Ich bin gerne mit meiner 700g schweren Kompaktkamera unterwegs, die Fotografie ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens, aber auf meine Gesundheit muss ich auch verstärkt schauen, um noch lange beschwerdefrei gehen zu können.
„Leben ist das was passiert, während man beschäftigt ist, andere Pläne zu machen.“ (Allan Saunders, 1957)
Zu viel sollte man sich auch nicht vornehmen und genügend Freiheitsgrade lassen. Nach einer Pandemie mit rund 28 Millionen Toten und vielen Betroffenen mit chronischen Krankheitsfolgen, auch im näheren Umfeld, bin ich dankbar, gesund durchgekommen zu sein. Das war und ist keine Selbstverständlichkeit. Prävention ist aber vielfach möglich, und so kann man seine Chancen erhöhen, längere Zeit im Jahr unterwegs sein zu können.
In diesem Sinn wünsche ich uns allen ein erfolgreiches Wanderjahr 2026.
Kollinkofel (2686m), Karnische Alpen, nahe Plöckenpass (Foto von der Unteren Valentinalm)
Ich bin gebürtiger Unterfranke, lebe aber seit über 20 Jahren in Österreich. Seit etlichen Jahren bin ich in den heimischen Bergen unterwegs und schreibe darüber Tourenberichte. Nebenbei kläre ich als Berufsmeteorologe über Bergwetter auf und blogge über Gefahren am Berg.
Dieser Blog soll langfristig meine erste Website inntranetz.at mit einem zeitgemäßen und mobilfreundlichen Design ablösen.