Ochsenriegel (2282m) und Schilchernock (2270m) ab Dr. Josef-Mehrl-Hütte, Nockberge (01.03.26)

Track auf der Open Topo Map, Aufstieg von Süden

Wegführung: Dr. Josef-Mehrl-Hütte (9.10) – Lacke (10.40) – Ochsenriegel (2282m, 11.45-) – Schilchernock (2270m, 12.35) – Dr. Josef-Mehrl-Hütte (13.40)

Höhenmeter: 600 | Strecke: 8.6km | Gehzeit: ca. 3 Stunden 50 Minuten

Am zweiten Tag unseres geführten Alpenvereinswochenendes stand eine kürzere Tour am Programm. Schließlich hatten wir danach noch die Heimfahrt nach Wien. Im Norden zog eine schwache Kaltfront durch. Die Nockberge lagen in der präfrontalen Warmluft mit flacher Quellwolkenbildung. Für Niederschlag reichte es nicht. Es gab sogar durchaus längere sonnige Abschnitte.

Update: Genau eine Woche später ging am Nordhang des Schilchernocks (wir blieben am breiten Kamm und wichen nicht in die steile Nordflanke aus) ein massives Schneebrett ab – siehe Bericht der Bergrettung Salzburg.

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Königstuhl (2336m) und Friesenhalshöhe (2246m) ab Dr. Josef-Mehrl-Hütte, Nockberge (28.02.26)

Track Open Topo Map (Aufstieg nachträglich eingezeichnet), Gipfelfoto Königstuhl

Wegführung: Dr. Josef-Mehrl-Hütte (1731m, ÜE, 9.25) – Oberes Kremstal – Königstuhlscharte (2185m) – Königstuhl (2336m, ca. 12.20-12.55) – Friesenhalshöhe (2246m, 14.10) – Rosaninseen – Dr. Josef-Mehrl-Hütte (ÜE, 16.15)

Höhenmeter: ca. 700hm | Strecke: ca. 12km | reine Gehzeit: 4,5 Stunden

Schneeschuhwanderwochenende mit dem Alpenverein in den Nockbergen. Für mich das erste Mal auf der Dr. Josef-Mehrl-Hütte. Das Wetter hätte kaum besser sein können, allenfalls ein wenig kühler. Ich hab geschwitzt wie im Hochsommer und leider viel zu wenig getrunken. Die Gruppe hat gut harmonisiert, das Tempo passte. An Gesprächsstoff mangelte es nicht 😉

Ich war gespannt, ob ich die Höhe merken würde, kam aber gut zurecht – eher wars die Hitze bei gleichzeitiger Windstille, die mir beim finalen Gipfelanstieg zu schaffen machte.

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Erste Schneeschuhwanderung auf Vogelsangberg und Hermannskogel (20.02.26)

Track auf Open Topo Map

Wegführung: Kahlenbergerdorf (9.10) – Leopoldsberg (425m, 10.03) – Kahlenberg (484m, 10.42) – Vogelsangberg (516m, 11.30) – Hermannskogel (544m, 12.10) – Hameau (13.30) – Moschingerberg (490m, 14.10) – Schwarzenbergallee – Endhaltestelle Linie 43 (15.30)

Höhenmeter: 690 | Strecke: 16.4km | Reine Gehzeit: ca. 5 Std. 50 Minuten

Viecher: Schwarzspechte, Amseln (nur gehört)

Ausnahmsweise ist ein Adriatief-Ereignis so eingetroffen wie es die Wettermodelle Tage vorher schon angedeutet haben. Der Niederschlagsschwerpunkt lag dabei in der Ost- und Südosthälfte von Österreich und brachte verbreitet das größte Neuschnee-Ereignis seit 13 bzw. 21 Jahren. Im Wiener Becken und Burgenland fielen 15-30mm als Schnee, in der südlichen Steiermark 40-60mm. Verbreitet kam es zu Stromausfällen durch umgestürzte Bäume auf Oberleitungen. Der Verkehr brach zusammen. In Wien fielen im Stadtgebiet 15-20cm, am Hermannskogel waren es rund 30cm, mit Verwehungen 50cm.

RGB Satellitenbild +500hPa, 20. Februar 2026, 04 Uhr Lokalzeit (Quelle: ACG/EUMETSAT)

Der Grund für den späten Schneereigen war dieses formschöne Adriatief mit ausgeprägter Dry Intrusion über Kroatien, Saharastaub-Cirrus über Thüringen, Sachsen, Südpolen und teilweise Ungarn. Der Okklusionspunkt lag über Ostösterreich. Insgesamt intensive Hebung durch Aufgleiten der milden Mittelmeerluft auf einströmende Kaltluft aus Norden, zugleich Staueffekte.

Am Vortag und selbst in der Früh überlegte ich noch, ob ich es wagen sollte, nach Gumpoldskirchen (Anninger) oder ins Helenental (Hoher Lindkogel) zu fahren, entschied mich wegen der vielen Zugausfälle dann aber dagegen. Angesichts der Neuschneemengen konnte ich es wagen, mit kurzer Anfahrt direkt in Döbling zu starten. Damit war diese Tour für mich eine Premiere: Erstmals auf Wiener Boden mit Schneeschuhen unterwegs! Im Verlauf der Wanderung stieg die Lufttemperatur auch in den höheren Wienerwaldlagen knapp ins Plus. Die diffuse Strahlung bewirkte ein Anfeuchten und Setzen der Schneedecke.

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Tirolerkogel (1380m) und Törlstein (1186m), Türnitzer Alpen (29.11.25

Gipfelkreuz am Törlstein

Route: Annaberg (Parkplatz, 10.40) – Gscheid (11.08) – Tirolerkogel (1380m, 12.05-13.25) – Lindkogel – Törlstein (1186m, 14.25-14.35) – Annaberg (Parkplatz, 15.38)

Höhenmeter | Strecke | Reine Gehzeit: 650hm | 10.9km | ca. 3,5 Std.

Spontan am Vortag entschieden sich Werner und ich für die erste Schneeschuhtour in dieser noch jungen Saison. Wer weiß, wie sich der Winter noch entwickelt, da musste man ausnutzen, was man bekam. Wenige Tage vorher fielen im Nordstau immerhin rund 20cm (Annaberg) bis 40cm Neuschnee, wobei sich an diesem Tag schon ein wenig Tauwetter bemerkbar machte. Die Schneedecke hatte sich gesetzt und südseitig erste apere Stellen im Abstieg. Im Schatten hatten sich dafür aufbauende Eiskristalle auf der Schneedecke gebildet. Unsere Wahl fiel auf den Tirolerkogel. Mein letzter Besuch lag schon über acht Jahre zurück. Das Annaberger Haus hatte noch Winterpause, daher war Selbstverpflegung angesagt. Wettermäßig wäre der Folgetag sicherlich die sonnigere Variante geworden, aber schon bei deutlichem Tauwetter und wahrscheinlich wesentlich mehr Tourengehern. Daher passte das schon so.

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Schneeschuhtour: Wildalpe (1523m) ab Lahnsattel, 06.02.11

Das war meine erste Schneeschuhtour – damals eine gemeinsame Rudeltour mit Schneeschuhgehern und Skitourgehern. Die Schneeschuhe hatte ich von Martin geliehen, meiner Erinnerung nach bereits Tubbs, also mit recht guter Bindung. Der Start war recht spät, erst um 11 Uhr am Lahnsattel, dazu war es ziemlich mild mit föhnigem Westwind. Zunächst nach Süden um den Kriegskogel (1150m) herum und dann querend zur Sulzkam nach Südosten. Dort plagte ich mich bereits mit dem sulzigen Tiefschnee. Wir hatten durchwegs Sonnenschein mit wenigen hohen und mittelhohen Wolken. Bei der Sulzalm die Schlüsselpassage mit einem steilen Osthang, wo ich immer wieder stehen bleiben musste, weil mir dazu die Kondition fehlte – ich hatte die Tage davor durchgehend Dienst gehabt, dieser Tag war mein erster freier Tag.

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