Material- und Belastungstest gemeinsam mit Doris. Kalter Wind, deutlich einstellige Höchstwerte und durchgehend leichter Regen. So traf man auch an einem Sonntag ausnahmsweise kaum Wanderer am Stadtwanderweg (dafür viele Trailrunner und andere Läufer, gerne auch zwei Mal innerhalb einer Stunde). Beim Imbiss am Kahlenberg, der kommende Woche in der Osterpause ist und ab 6. April in die Sommersaison startet, wärmten wir uns mit einem Capuccino auf. Beim Anstieg ab Schönstatt hörten wir einen Jäger bei der Schwabenwiese zwei Mal einen Schuss abfeuern.
Neben der Coros-Sportuhr trackte ich die Herzfrequenz mit dem Polar H10 Brustgurt mit. Bei 155bpm setzte ich mir einen Alarm (aus gesundheitlichen Gründen). Beim Nasenweg ertönte dieser einmal, also langsamer gehen – bei der restlichen Runde dann nicht mehr. Das Tempo passte gut.
Trübe Aussichten am Nasenweg auf Kahlenbergerdorf und Burgstall (295m) Wellensittiche beim Gasthaus zum Agnesbründl, vom Regen recht unbeeindruckt Vertrocknete Buchenblätter (beim Phänomen namens Mareszenz fallen die toten Blätter im Winter nicht ab) Knospenstand der Gewöhnlichen Rosskastanie Blütenstand der Rosskastanie
Höhenmeter: 560hm | Strecke: 5,7km | Gehzeit: ca. 3,5 Std.
Viecher: Steinböcke
Nach langer Zeit wieder einmal Klettersteig auf der Hohen Wand, sozusagen ein leichter Einstieg in die Sommersaison. Wolfgang wollte beide schon länger mit mir gehen, dieses Mal hat es endlich gepasst. Unter der Woche war die Hohe Wand nicht überlaufen und die Hütte hatte trotzdem geöffnet. Das Wetter: Thermisch aktive Luftmasse mit raschen Quellungen, die an einer gut ausgeprägten Absinkinversion in 3km Höhe in Quellschichtbewölkung übergehen. Grund für die Labilität war Warmluftzufuhr in den unteren Schichten bei gleichzeitig noch vorhandener Höhenkaltluft des abziehenden Troges.
Nach den wiederholten Berichten im Gipfeltreffen-Forum wollten Günter und ich den Süßwandgrat auch einmal kennnenlernen. Dafür schnappten wir uns einen ortskundigen Führer und Norbert sollte uns daher den Aufstieg zeigen. Das Wetter hätte ein wenig freundlicher sein können, aber für die steileren Passagen zu Beginn waren die einstelligen Werte genau richtig.
Der Tag mit dem durchziehenden Kaltlufttropfen (Höhentief) aus Nordost. Die geplante gemeinsame Radtour von Wien nach Hollabrunn fiel den erwartenden Niederschlägen, dem Gegenwind und der Kälte zum Opfer. Als am Vormittag dann in Wien die Sonne durchblinzelte, hielt es mich zuhause nicht mehr und ich visierte die Föhrenberge an.
Das erste Mal den Wienflussradweg, natürlich mit Gegenwind, aber war trotzdem schön, das Rad ein paar Kilometer ohne Hindernisse (Ampeln, Kreuzungen) rollen lassen zu können. Die Peter-Jordan-Straße bis Türkenschanzpark bin ich schon ein paar Mal gefahren, meist weiter Richtung Neustift am Walde, dieses Mal scharf links.
Die Gregor-Mendel-Straße ist eine klassische „Radfahren gegen die Einbahnstraße erlaubt!“ – Augenauswischerei. Links und rechts breite SUV-Parkplätze. Beim Gegenverkehr muss man nahe an den parkenden Autos vorbei. Wenn dann ein Autofahrer noch einen Radfahrer überholt, heißt es Warten. So gibt es dort ein paar „Radfahren erlaubt“-Einbahnstraßen, die viel zu schmal dafür sind. Weiß nicht, was man sich dabei gedacht hat – wahrscheinlich nix.
Ein weiteres Schmankerl sind Baustellen ohne Umleitungen und „Radweg endet!“-Abschnitte. Beim Wilhelminenspital musste ich auf den Gehsteig wechseln, um dann wegen einer Baustelle keinen legalen Weg auf den Flötzersteig vorzufinden. Der Gehweg war dann am Ende abgesperrt und ich zwängte mich zwischen den parkenden Autos durch und dann auf den Radstreifen. Den Flötzersteig fuhr ich erst das zweite Mal, zuletzt am 7. August 2020. Ähnlich wie damals knallte die Sonne auf den Asphalt, aber die anschließende Abfahrt zur Linzer Straße war dann schön. Dieser folgte ich bis zur Schnellbahn-Station Wolf in der Au. Dort vermied ich das Harakiri, in die Abfahrt zum Wienfluss abzubiegen und fuhr bis zum nächsten Zebrastreifen, um zu drehen.
Der Wienflussweg ist dort noch gesperrt wegen Sanierungsarbeiten nach dem Hochwasser 2024, die Umleitung führt entlang eines Schotterfahrwegs bis zum Wienfluss-Radweg. Auf diesem blieb ich bis zur Baustelle bei der U-Bahn-Haltestelle Pilgramgasse. Wieder keine Umleitung ersichtlich, also über die Schönbrunner Straße umfahren. Den Karlsplatz mied ich, indem ich in die Millöckergasse (Radroute Richtung Mahü) abbog. Ich stand dann zwar ewig in der Léhargasse an der Ampel (Getreidemarkt), dafür war ich schneller am Ring ohne weitere Ampeln. Der Rest war dann Formsache.
Ich fahr selten in der Stadt aus genau dem Grund: Lange Ampelphasen, rücksichtlose Autofahrer, v.a. Lieferwägen, die einem auf der Radspur entgegenkommen und keinen Platz machen (einmal musste ich überhaupt zwischen zwei parkenden Autos abtauchen, weil mir ein LKW entgegenkam auf einem tollen „Radfahren gegen die Einbahn erlaubt!“ – Abschnitt. Lieferwägen, die in zweiter Spur direkt vor der Ampel auf dem Radstreifen parken. E-Mopeds, die die Radinfrastruktur mitbenutzen.
Was war schön? Ich habe wieder ein paar Grätzel kennengelernt, die ich zuvor nicht kannte. Bilder gibt es dieses Mal keine. Die Sehenswürdigkeiten hielten sich auch in Grenzen.
Meine erste Ausfahrt einen Tag nach dem stürmischen Südföhn in Wien. Die Praterallee war wegen irgendwas gleich zu Beginn gesperrt, also musste ich über die Lasallestraße ausweichen. Bei nurmehr mäßigem Nordwestwind und zum Glück nurmehr geringer Pollenbelastung ging es traditionell zuerst in die Obere Lobau mit kulinarischer Abwechslung und dann bei leichtem Gegenwind zurück. In Höhe Kraftwerk Donaustadt wurde bereits zahlreich entlang vom Radweg gegrillt.
Nur beim Uferhaus Staudigl: Geröstete Leber mit Pellkartoffeln – die gebackene Form mag ich nicht, als Beuschel (mit Rahmsauce) vertrag ich sie nicht Auf dem Josefsteg Dechantlacke Wie blöd ist zu blöd?
Weder Lichtverhältnisse noch Vegetationsstand lohnten für weitere Aufnahmen. Es tat trotzdem gut, unterwegs zu sein.
Der ursprüngliche Plan war eine Besteigung aller vier (benannten) Wände an einem Tag – angefangen mit der Pfefferwand, die mir noch fehlt, und dann über Weinzettlwand, Spiesswand und Polleroswand weiter, die ich bereits einzeln bestiegen habe. Das ist aus verschiedenen Gründen nicht ganz aufgegangen, aber es kam dennoch eine stattliche Anzahl an Höhenmetern und vor allem Strecke zusammen, die noch dazu recht abwechslungsreich war.
Höhenmeter: ca. 2100 | Strecke: ca. 15km | Gehzeit: 3 Std. Aufstieg zur Hütte, 4,5 Std. Aufstieg Gipfel, 3 Std. 50 Minuten Abstieg ins Tal
Gemeinsam mit meinem Studienkollegen Nik erfüllte ich mir einen lang gehegten Traum, zum Einen meine erste Hüttenübernachtung, zum Anderen mein erster 3000er. Rückblickend sollte der Habicht fast neun Jahre lang mein höchster Gipfel bleiben, erst am 25. Juli 2018 schaffte ich es im Zuge einer geführten Alpenvereinswoche auf den noch höheren Saykogel (3355m), der technisch etwas leichter als der Habicht ist.
Unser Plan sah vor, am ersten Tag auf die Innsbrucker Hütte zu steigen und die Kalkwand (2564m) in der Nähe noch mitzunehmen. Am zweiten Tag dann der Gipfel und Direktabstieg ins Tal.
Höhenmeter: ca. 440 | Strecke: 8.7km | Gehzeit: ca. 2 Stunden 50 Minuten
Viecher: Mäusebussard, Biene
Erster Ausflug bei Frühlingsbedingungen in die Föhrenberge. Dieses Mal hab ich mit der App meiner neuen COROS Pace 4 getrackt. Superleicht am Handgelenk, einfache Bedienung (Steuerungsrad), übersichtliche Menü- und Statistikführung. Karten schaue ich normal separat über meine ApeMap App, hier interessierte mich nur die Strecke und Höhenmeter (da waren es allerdings 100hm zu viel, korrigiert via GPX Studio).
Am zweiten Tag unseres geführten Alpenvereinswochenendes stand eine kürzere Tour am Programm. Schließlich hatten wir danach noch die Heimfahrt nach Wien. Im Norden zog eine schwache Kaltfront durch. Die Nockberge lagen in der präfrontalen Warmluft mit flacher Quellwolkenbildung. Für Niederschlag reichte es nicht. Es gab sogar durchaus längere sonnige Abschnitte.
Update: Genau eine Woche später ging am Nordhang des Schilchernocks (wir blieben am breiten Kamm und wichen nicht in die steile Nordflanke aus) ein massives Schneebrett ab – siehe Bericht der Bergrettung Salzburg.