
Wegführung: Pfaffstätten Hst. (8.40) – Glaslauterriegel – Heferlberg-Fluxberg – Pfaffstättner Kogel (541m, 10.35-11.30) – Kleiner Schweinkogel (537m) – Großer Schweinkogel (565m) – Wilhelmswarte (675m, 12.37-12.47) – Steinweg – Kalvarienberg (357m) – Gumpoldskirchen Bf. (15.05)
Höhenmeter: ca. 660 | Strecke: 13,7km | ca. 5 Std.
Viecher: 1 Hase, 1 Reh, Smaragdeidechsen, normale Eidechsen, Hornisse, Fasanweibchen
Vegetation: Primeln, Leberblümchen, Zwergschwertlilien, Frühlingsplatterbse, Schwarzwurzel, Kreuzblumen, Traubenhyazinthen, Sommeradonis u.v.m.
Der wärmste Ostersonntag seit Aufzeichnungsbeginn (für Ende März/Anfang April) – in Wien-Zentrum und Bad Vöslau wurden jeweils 26,4°C erreicht. In Mattersburg 26,1°C. Der alte Rekord vom 31.03.2024 (Linz) mit 24,2°C regelrecht pulverisiert. Trotz der sommerlichen Wärme war die Fernsicht ungewöhnlich gut und reichte über 150km weit.
Ungewöhnliche Wetterlagen verlangen ungewöhnliche Maßnahmen.

Nach dem Nachtdienst fuhr ich direkt nach Pfaffstätten, wo ich entsprechend früh startete. Die Luft erwärmte sich am Vormittag schon kräftig entlang der Weinberge und es wehte nur schwacher Südwind dazu. Zunächst ging ich entlang des Wasserleitungswegs Richtung Gumpoldskirchen weiter.


Beim Glaslauterriegel folgte ich den Wegen und stieß bald auf eine stattliche Ansammlung an Zwergschwertilien.






Vom Heferlberg stieg ich entlang der Flanke in den steilen Saugraben und arbeitete mich am Gegenhang gleich wieder hinauf zum Fluxberg, dem dritten Trockenrasengebiet. Entlang der Gasleitungsschneise stieg ich bis zum markierten Weg an und dann zum Pfaffstättner Kogel mit der Prokschhütte. Mein Plan, die Runde umzudrehen, ging auf, denn ich war vor dem großen Mittagsansturm am Feiertag oben. Bei angenehmer Wärme rastete ich mit Kaspressknödel und Krautsalat.

Danach wollte ich eigentlich nur den Großen Schweinkogel mitnehmen, und mir die vom Harvester ramponierte Forststraße drum herum sparen, aber ich bog einen Forstweg zu früh ab und überschritt unfreiwillig den Kleinen Schweinkogel (537m) zum zweiten Mal.

Dahinter am ursprünglich anvisierten Forstweg über die Schneise der Gasleitung steil hinauf.


Mein errichteter Steinmann am Großen Schweinkogel stand noch.

Ab der großen Wegkreuzung „Drei Eichen“ wieder über markierte Wege weiter.

Vom Sattel zwischen Buchkogel (639m) und Anninger:

Bei meiner 28. Besteigung der Wilhelmswarte herrschte ungewöhnlich gute Fernsicht für Anfang April und in der präfrontalen Luftmasse. Einzig der Sonnenstand verhinderte den Blick bis zum Bakonygebirge.





Den Steinberg muss ich mir für eine Radtour im Weinviertel vormerken. Er ist zwar durch die Windräder nicht sonderlich ästhetisch, dafür bietet sich dort ein beeindruckender Rundumblick von den Weißen über die Kleinen Karpaten bis zu den Alpen – z.B. von Angern an der March über Zistersdorf nach Neusiedl an der Zaya, weiter über Großkrut nach Poysdorf und dann je nach Lust und Laune nach Staatz, Laa an der Thaya oder Mistelbach.

Dieses Mal stieg ich über meinen üblichen Aufstiegsweg – dem Steinweg – ab. Ich schaute auf die Uhr – ich war in zwanzig Minuten bei der Einmündung in den markierten Weg.

Ab dem Steinbruch füllten sich leider die Wanderwege mit den ersten Verdauungsspaziergängern. Warum leider? Sie vertrieben mir die Östlichen Smaragdeidechsen an der sonnigen Böschung. Immerhin reichte es für den Kopf:


Ich bog Richtung Kalvarienberg ab, der botanisch interessant ist – sozusagen ein Miniaturtrockenrasengebiet.




Dieses Mal erreichte ich den Bahnhof mit komfortablem Puffer auf den nächsten Zug und konnte mir noch ein Getränk aus dem Automaten ziehen. Nach der Heimfahrt reichte es noch für eine Stunde bei angenehmer Wärme auf dem Balkon.
Am Abend zogen dann vorlaufend zur Kaltfront einzelne Gewitter über den Donauraum bis zum Alpenostrand – siehe dazu meine kleine Fallstudie auf meteofranke.com.