Der ewige Nebel ging mir schon gewaltig auf die Nerven, aber es half nichts. Deswegen konnte ich mich nur für eine kurze Etappe motivieren. Mit dem auflebenden Südostwind hoffte ich lange vergebens auf Auflockerungen.
Höhenmeter: 650hm | Strecke: 11,0km | Gehzeit: ca. 4 Stunden
Track auf Open Hiking Map (korrigiert mit GPX Studio)
Langsam geht mir die monotone Witterung auch auf die Nerven. Zu wenig für Schneeschuhe, zu kalt zum länger Verweilen im Freien und die Hütten oft gesteckt voll an den Wochenenden. Für manche ambitioniertere Routenführungen liegt wieder zu viel Schnee und Eis. Kurz hatte ich überlegt, nach Salzburg zu fahren und auf den Gaisberg zu gehen, doch auch da sitze ich lieber im Freien und lasse mir die Sonne auf den Bauch scheinen. Bei der Kartendurchsicht fiel mir auf, dass ich den Irrweg ab Kaltenleutgeben noch nie gegangen bin. Zudem war ich auch am Kleinen Flösslberg erst einmal, zu Pandemiebeginn, und hatte entsprechend kaum nennenswerte Erinnerungen daran. Dieses Mal keine Probleme bei der Anfahrt, halleluja.
Das Gesamtrésumée: Schon lange keine so abwechslungsreiche Tour mehr genossen. Bisher war es zwar ein ungleich winterlicherer Winter als die letzten Jahre, aber dennoch schneearm und mit Schneeschuhen einfach nichts zu holen. Dafür reizvolle Reifstimmungen unter bzw. im Nebel mit Winterlandschaft in den Niederungen und ewiger Fernsicht am Berg.
Blick Richtung Schneeberg am späten Nachmittag oberhalb von Oberndorf
Wegführung: Maria Laach Kirche (9.40) – Ruine Zeissing – Gießhübl (10.30) – Burgstock/Aussichtsturm (11.25-12.00) – Gipfel (12.25) – Naturparkhaus (12.30-13.30) – Nonnersdorfer Kreuz (14.45) – Maria Laach (15.45)
Höhenmeter | Strecke | reine Gehzeit: 550hm | 15km | ca. 4 Std.
Viecher: 1 Katze
Mein fünfter Jauerling-Besuch und der zweite bei Traumwetter. Erneut mit Traunsteinblick, aber im Gegensatz zum Oktober 2023 weniger dunstig. In der Höhe zogen im Tagesverlauf ein paar ausgeprägtere Cirren und Altocumuli durch, die einen schwach wetterwirksamen Höhentrog ankündigten. Durch diesen sollte der Nebel am Folgetag dichter werden, aber zugleich weiter abheben.
Höhenmeter | Strecke | Reine Gehzeit: 580hm | 12.3km | ca. 3 Std.
Viecher: 2 Buntspechte
Ich trödelte zu lange am Vormittag, daher ging sich die Überschreitung bis zur Sofienalpe (und darüber hinaus) nicht mehr aus. Dennoch hatte sich die Bewegung an der frischen Luft wieder gelohnt. Erstmals mit CEP-Kompressionssocken und den Hoka Speedgoat 6 GTX – super Grip selbst auf vereisten Wegabschnitten. Die Nebelobergrenze war nah, aber es reichte dieses Mal – wie schon an Neujahr – nicht, um darüber zu kommen. Die Habsburgwarte hatte geöffnet, ebenso laut ehrenamtlichen Wart am 20/21. Dezember, an Silvester sowie am 10./11. Jänner.
Höhenmeter | Kilometer | Reine Gehzeit: 830hm | 12.8km | ca. 4 Stunden
Tour mit Werner. Ein meteorologisch interessanter Tag an einem von uns beiden häufig begangenen Gipfel. Für mich der siebte Besuch der Reisalpe und der vierte des Hochstaffs. Das Himmelsbild gestaltete sich deshalb so spannend, weil vom Balkan her ein klassischer Kaltlufttropfen nordwestwärts Richtung Tschechien eierte. Dabei handelt es sich um ein nur in der Höhe ausgeprägtes Tiefdruckgebiet, das mit Höhenkaltluft gefüllt ist. Die Grundschicht (0-2km über Grund) war seit Tagen schon feucht und entsprechend mit Nebel oder Hochnebel gefüllt. Das Satellitenbild vom Nachmittag, etwa zum Zeitpunkt, als wir am Hochstaff standen, zeigt die großflächige Stratusbewölkung (kein Nebel am Boden) über Bayern bis in den Donauraum. Obergrenzen 600-800m. Das Höhentief lag über dem Osten von Tschechien mit eingeringelten frontalen Bändern. Das Band über Böhmen/Mähren wies außerdem Konvektion (Schauerbewölkung) auf, mit rund -20 bis -25°C. Wolkenobergrenzentemperatur, das heißt Labilisierung durch die Höhenkaltluft. Vom Hochschwab über Rax bis Schneeberg dominierte dafür Wolkenstau durch die lebhafte Südostströmung mit eindrucksvollen Wolkenwalzen (lokale Föhneffekte).