Wien-Rundfahrt mit Wienflussradweg (23.03.26)

Track der Coros Pace 4 auf GPX Studio (Open Street Map Underlay)

Strecke: 31,0km | Höhenmeter: 220 | Fahrtzeit: 2 Stunden 06 Minuten (ca. 1200kcal)

Das erste Mal den Wienflussradweg, natürlich mit Gegenwind, aber war trotzdem schön, das Rad ein paar Kilometer ohne Hindernisse (Ampeln, Kreuzungen) rollen lassen zu können. Die Peter-Jordan-Straße bis Türkenschanzpark bin ich schon ein paar Mal gefahren, meist weiter Richtung Neustift am Walde, dieses Mal scharf links.

Die Gregor-Mendel-Straße ist eine klassische „Radfahren gegen die Einbahnstraße erlaubt!“ – Augenauswischerei. Links und rechts breite SUV-Parkplätze. Beim Gegenverkehr muss man nahe an den parkenden Autos vorbei. Wenn dann ein Autofahrer noch einen Radfahrer überholt, heißt es Warten. So gibt es dort ein paar „Radfahren erlaubt“-Einbahnstraßen, die viel zu schmal dafür sind. Weiß nicht, was man sich dabei gedacht hat – wahrscheinlich nix.

Ein weiteres Schmankerl sind Baustellen ohne Umleitungen und „Radweg endet!“-Abschnitte. Beim Wilhelminenspital musste ich auf den Gehsteig wechseln, um dann wegen einer Baustelle keinen legalen Weg auf den Flötzersteig vorzufinden. Der Gehweg war dann am Ende abgesperrt und ich zwängte mich zwischen den parkenden Autos durch und dann auf den Radstreifen. Den Flötzersteig fuhr ich erst das zweite Mal, zuletzt am 7. August 2020. Ähnlich wie damals knallte die Sonne auf den Asphalt, aber die anschließende Abfahrt zur Linzer Straße war dann schön. Dieser folgte ich bis zur Schnellbahn-Station Wolf in der Au. Dort vermied ich das Harakiri, in die Abfahrt zum Wienfluss abzubiegen und fuhr bis zum nächsten Zebrastreifen, um zu drehen.

Der Wienflussweg ist dort noch gesperrt wegen Sanierungsarbeiten nach dem Hochwasser 2024, die Umleitung führt entlang eines Schotterfahrwegs bis zum Wienfluss-Radweg. Auf diesem blieb ich bis zur Baustelle bei der U-Bahn-Haltestelle Pilgramgasse. Wieder keine Umleitung ersichtlich, also über die Schönbrunner Straße umfahren. Den Karlsplatz mied ich, indem ich in die Millöckergasse (Radroute Richtung Mahü) abbog. Ich stand dann zwar ewig in der Léhargasse an der Ampel (Getreidemarkt), dafür war ich schneller am Ring ohne weitere Ampeln. Der Rest war dann Formsache.

Ich fahr selten in der Stadt aus genau dem Grund: Lange Ampelphasen, rücksichtlose Autofahrer, v.a. Lieferwägen, die einem auf der Radspur entgegenkommen und keinen Platz machen (einmal musste ich überhaupt zwischen zwei parkenden Autos abtauchen, weil mir ein LKW entgegenkam auf einem tollen „Radfahren gegen die Einbahn erlaubt!“ – Abschnitt. Lieferwägen, die in zweiter Spur direkt vor der Ampel auf dem Radstreifen parken. E-Mopeds, die die Radinfrastruktur mitbenutzen.

Was war schön? Ich habe wieder ein paar Grätzel kennengelernt, die ich zuvor nicht kannte. Bilder gibt es dieses Mal keine. Die Sehenswürdigkeiten hielten sich auch in Grenzen.