Gunst (787m) und Radingstein (901m) bei Windischgarsten (28.09.25)

Gipfelbereich vom Radingstein

Der erste Tag stand im Zeichen des Mostbauernsonntags am Hauptplatz in unmittelbarer Nähe des Gasthaus. Dadurch war auch die Bushaltestelle vorübergehend verlegt, aber das sollte mich an diesem Tag nicht stören, denn ich plante vom Hotel wegzugehen und zwei niedrige Mugel abzugrasen in einer Runde. Meine Wettermodelle zeigten im Tagesverlauf punktuelle Regenschauer – wortwörtlich, laut Lokalmodell stecknadelkopfgroße Niederschlagssignale. Das war nicht allzu dramatisch, aber schränkte natürlich die Fernsicht ein.

Eckdaten:

  • Wegführung: Unterkunft (8.45) – Gunst (787m, 9.35) – Beginn Steig (10.55) – Radingstein (901m, 11.35-11.55) – Kleiner Hühnersteig (12.50) – Veichltal – Unterkunft (ca. 15.30)
  • Strecke und Höhenmeter: 16.1 | 670
  • Reine Gehzeit: ca. 5,5 Stunden
  • Viecher: Viele Katzen, 2 Rehe
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Wurbauerkogel (858m), Windischgarsten (27.09.25)

Windischgarsten von der „Gmeiner Aussicht“ – Im Hintergrund Totes Gebirge

Meine Wanderwoche in Windischgarsten stand unter keinem guten Stern. Das Spätsommerwetter war eine Woche davor zu Ende gegangen und das Höhentief setzte sich über den Alpen fest. Bis zuletzt stand es auf der Kippe, ob sich nicht doch die wärmeren Modell-Lösungen mit föhnigem Südostwind durchsetzen würden. Dann war leider klar, dass die kälteste und feuchteste Variante kommen würde. Ich dachte offen gesagt über Stornierung nach, weil ich sämtliche Bergziele über den Haufen werfen musste, aber zog es dann doch mangels Alternativen durch. Zumal ich an zwei Tagen Begleitung haben würde. Letztendlich hab ich es nicht bereut, auch wenn es mental herausfordernd war, trotz Sauwetter weiterzugehen.

Am Samstag, Anreisetag, konterkarikierte das Wetter meine Pläne mit föhnigem Südwind und milden 19°C bei einigen Sonnenstunden. Ich musste bis 14 Uhr auf den Check-in warten und spazierte daher durch den Ort und danach noch auf den Wurbauerkogel – so wie im Vorjahr im Frühsommer, wo es ebenfalls meine erste „Tour“ am Anreisetag war. Beim Besuch des Panoramaturms konnte ich gleich das erste Mal meine Pyhrn-Priel-AktivCard nutzen.

Statistik: 4.4km und 260hm – das qualifiziert bei meiner Definition nur für einen Spaziergang, aber die Bilder möchte ich trotzdem nicht vorenthalten.

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Mannswörth via Prater und Donaukanal, 30.05.19

Im Satellitenbild von 16.00 MESZ sieht man den Kern des Höhentiefs über Bosnien, die langgestreckte Okklusionsfront reicht von Österreich bis in die Ukraine. Der Regen blieb zumeist leicht, dazu wehte ein mäßiger Nordwind. Im Wiener Becken lag die Grenze am Nachmittag mitten im Prater. Nach Osten regnete es teilweise mäßig, jeder Kilometer nach Wien brachte häufigere Regenpausen.

Der Feiertag, Christi Himmelfahrt, wurde nicht so sonnig wie ursprünglich prognostiziert. Schuld trug ein ausgeprägtes Höhentief über dem Balkan, das den vierten Tag in Folge von Norden her seine Okklusion hereindrehte. Besagten Donnerstag hätte die Okklusion rund 100km weiter östlich liegen sollen. So war es auch schon drei Tage vorher prognostiziert worden. Da hatte ich bereits meine Zweifel, dass es so kommt. Bei einer ähnlich eingefahrenen Lage eine knappe Woche zuvor blieb die Okklusion ebenfalls noch länger im Osten hängen.

Ideales Wetter also für eine Radtour, ich wollte einmal den Großteil der Strecke zur Dienststelle abfahren. Bis zur Mannswörther Pfarrkirche brauchte ich knapp 50min (17km), die letzten Kilometer zum Flughafen sparte ich mir.

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Bike and hike auf den Hermannskogel (542m), 27.03.20

  • Wegführung: Obersievering – Spießweg – Dreimarkstein – Simonsberg (423m) – Schützengraben – Hermannskogel (542m) – Vogelsangberg (516m) – Am Himmel – Gspöttgraben
  • Länge: 11,1 km + 16km Rad
  • Höhenmeter (Aufstieg): 620 hm + 130 hm Rad
  • Gehzeit Gesamt (inkl. Fotografierpausen): ca. 2 Std. 45min
  • Viecher: Ringeltaube

In den kommenden sechs bis acht Wochen, eventuell auch länger, wird mir nichts anderes übrig bleiben als alle Wienerwaldgipfel abzugrasen. Mit der erwachenden Natur verändert sich die Umgebung zumindest optisch und die stressreduzierenden Waldgerüche nehmen zu. Heute ging ich ein Wagnis ein und benutzte erstmals das Rad zur Anreise, das ich in Obersievering an das Jugendstilgeländer vom Uferweg kettete. Wagnis deshalb, weil ich noch nie irgendwohin in Wien mit dem Rad fuhr und es längere Zeit unaufbesichtigt stehen ließ. Ich hoffte inständig, dass derzeit nicht die Zeit ist, um Räder zu klauen.

Es gab am gesamten Weg kaum längere Abschnitte ohne Spaziergänger oder Mountainbiker, das meiste waren Paare oder Familien, ich fand aber doch gelegentlich die so schmerzlich vermisste Erholung in der Natur. Einziger Störfaktor dabei war die nahe Höhenstraße, die lauter rauschte als die Südosttangente. Das Pflaster des Todes.

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Lockdown-Ausflug: Entlang der Liesing nach Hause

Der auch untertags leergefegte Michaelerplatz vor der Hofburg im ersten Lockdown 2020

Wieder alles legal. Hinfahrt bei unbarmherzigen Südostwind (Gegenwind) am Abend, statt 60min im Schnitt hab ich dieses Mal 80min für 22km gebraucht, allerdings auch über den Prater, weil ich da noch nicht wusste, dass man die derzeit ruhende Baustelle in Erdberg am Donaukanal durchfahren kann. Es ist schon deutlich mehr los, so viele Menschen hab ich abends noch nie gesehen auf der Strecke. Zwei Mal haben sich entgegenkommende Radfahrer (ein älteres Ehepaar und drei Jugendliche) bedankt, weil ich bei einer Engstelle gewartet habe, bis sie vorbei waren. Am Flughafengelände hoppelte dann ein kleiner Feldhase am Zaun entlang und verschwand im Betriebsgelände. Auf der Rückfahrt sah ich zwei Fasane am Radweg. Insgesamt waren es 36km Strecke am Rückweg.

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Bike and hike auf den Großen Flösslberg (584m) und Gaisberg (602m), Föhrenberge (10.04.20)

  • Wegführung: Augarten – Kaltenleutgeben – Großer Flösslberg (584m) – Gaisberg (602m) – Gaisbergwiese – Kaltenleutgeben – Augarten
  • Länge: 6,0 km
  • Höhenmeter (Aufstieg): 420 hm
  • Radkilometer: 51,64 + 335 hm
  • Fußstatus: beschwerdefrei beim Gehen, nur Rückfahrt leicht spürbar

Die Anfahrt übertraf bei weitem die zurückgelegten Strecke zu Fuß, aber das war es mir wert. Vom Augarten kommend zunächst am Donaukanal bis Urania, beim Stadtpark links und beim Schwarzenbergplatz weiter zum Karlsplatz (das war nicht sehr gescheit, viele Ampeln). Zurück am Wienkanalradweg und bei der Pilgramgasse über Margareten und Gaudenzer Gürtel am Haydnpark vorbei. Die Flurschützstraße und Wilhelmstraße, das ging wieder besser. Über die Philadelphiabrücke und die schnurgerade Oswaldgasse, das kannte ich noch vom Vortag. Den Liesingtalradweg fuhr ich bis Liesinger Platz und weiter am Radweg den Promenadeweg (einziges Polizeiauto bis dahin, das aktiv kontrollierte) bis zum Kollegium Kalksburg. Dort links in den Forstweg bis Waldandacht und steil hinab zur Kaltenleutgebner Straße. Durchwegs am Radweg bis zur Kirche.

Am Rückweg wesentlich schöner über Perchtoldsdorf entlang der Bahnzeile bis Liesinger Platz. Bis Meidlinger Hauptstraße fuhr ich wie am Vortag, dann aber über die Sechshauser Straße unter der Gumpendorfer Straße durch und über ein paar Gassen bis zum Anfang der Mahü, diese entlang bis zum Ring und über Schottenring nach Hause. Retour wars einfacher, am Hinweg plagten mich die vielen Ampeln und teilweise schlechte Radwegsbeschilderung mit Baustellen.

Nach 1 Stunde und 40 Minuten Anfahrt erreichte ich den Ausgangspunkt bei der Kirche. Viele Jahre später wird man sich fragen, warum ich nicht öffentlich anreiste: Die Tour fand im ersten Lockdown statt – da war die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu Freizeitzwecken verboten!

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Wienerwaldrunde mit Redlingerhütte, 07.08.20

  • Wegführung: Leopoldstadt (10.42) – Hasnerstraße – Flötzersteig – Hüttelbergstraße – Jägerwaldsiedlung – Sofienalpe (12.20) – Scheiblingstein – Steinriegl – Hintersdorf (13.12) – Kierling – Redlingerhütte (13.45-14.45) – Hadersfeld – Weißer Hof – Klosterneuburg – Leopoldstadt (16.45)
  • Länge (km): 58,2
  • Höhenmeter: 750
  • Reine Fahrtzeit: 3h 33min, Gesamtzeit: 6 Std.

Erste derartige Radtour überhaupt. Bis man sich erstmal durch die Stadt gewurschtelt hat, dauert leider. In der berühmten Fahrradstraße Hasnerstraße zählte ich über 20 Kreuzungen, also ganz sorglos ist das Dahinradeln dort auch nicht. Übers Wilhelminenspital fuhr ich weiter und erstmals den Flötzersteig.

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Radfahrt zum Hameau, 26.02.23

Graupelschauer über dem Simonsberg (423m)
  • Wegführung: Spittelau – Sommerhaidenweg – Höhenstraße – Hameau (464m) – Jägerwiese – Kahlenberg Imbiss – Eisernenhandweg – Kahlenberger Straße – Donaukanalradweg
  • Länge: 28.6 km
  • Höhenmeter (Aufstieg): 580 hm
  • Reine Fahrtzeit: ca. 2 Std. 45 Minuten

Später Wintereinbruch bei knappen Plusgraden, mäßigem Nordwind und Graupelschauern.

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Radfahrt übers Hameau und Hintersdorf nach Klosterneuburg, 12.03.23

Hameau im Wienerwald
  • Wegführung: Spittelau – Peter-Jordan-Straße – Siedlung Waldandacht – Hameau (464m, nach 1h 10min Fahrtzeit) – Exelberg – Rosskopfwiese (507m) – Schutzengelberg (509m) – Scheiblingstein – Steinriegel – Hintersdorf – Plöckingstraße – Kierling – Klosterneuburg – Höhenstraße (Abbruch auf 230m) – Donauradweg – Donaukanal
  • Länge: 46,8 km
  • Höhenmeter (Aufstieg): 670 hm
  • Reine Fahrtzeit: ca. 3 Std. 30 Minuten
  • Viecher: Ringeltaube

Übergangstag in der Kaltluft mit der aufziehenden Warmfront aus Westen im Tagesverlauf.

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Radfahrt in die Obere Lobau, 27.04.24

Auf der Steinspornbrücke – Blick stromabwärts
  • Wegführung: Praterallee – Obere Lobau – Gross-Enzersdorf – Neu-Oberhausen – Uferhaus (Rast) – Obere Lobau – Walulisobrücke – Praterallee
  • Länge: 52,3 km
  • Höhenmeter (Aufstieg): 140 hm
  • Reine Fahrtzeit: ca. 3,5 Stunden
  • Viecher: Reiher, Hase

Starker Südostwind, noch Schnee in den Bergen von der Kältephase und nur ein Tag frei. Daher die Gelegenheit genutzt für die erste Radfahrt der Saison. Nächstes Mal wieder mit Sonnencreme, sonst hat alles gepasst. Ich hatte drei Kameras dabei. Das Smartphone benutzte ich nur zum Navigieren, die Sony RX100 VI hatte ich am Gürtel für Panorama-Aufnahmen und die Canon G3X in der Radtasche für die Makros.

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