
Wegführung: Gumpoldskirchen Bf. (9.45) – Steinweg – Anninger/Wilhelmswarte (675m) – Vierjochkogel (651m) – Eschenkogel/Jubiläumswarte (653m) – Pfaffstättner Kogel/Klesheimwarte (541m) – Heferlberg – Wasserleitungsweg – Gumpoldskirchen Bf. (15.51)
Höhenmeter: 670 | Strecke: 16.0km | Reine Gehzeit: ca. 4,5 Stunden
Viecher: Zitronenfalter, Buntspechte
Ein Tag, an dem gefühlt alle meine Wandersleut im Bekanntenkreis unterwegs waren. Die einen suchten den Schnee, der ziemlich sulzig und schwer war, ich suchte Wärme und Farben in der Natur nach den langen Wochen eisigen Nebelwetters. Auf meiner üblichen Runde fand ich die Frühlingsvorboten, und kam auch mit dem Sonnenschein auf meine Kosten. Negativer Beigeschmack nur durch die starke Haselpollenbelastung (vor allem Kopfweh), was ich aber durch Antihistaminika rasch in den Griff bekam).


Die ersten (letzten) Schneereste sah ich ausgerechnet bereits bei den Weinbergen oberhalb des Kreuzwegs auf ca. 300m Seehöhe. Oben am Kamm dann nurmehr vereinzelt Schneereste. Dafür viel Gatsch.



Nach einer Stunde und fünf Minuten Gehzeit erreichte ich den höchsten Punkt am Anninger (Wilhelmswarte):

Von der Wilhelmswarte blickte ich schon oft zum Vierjochkogel und sah etwas unterhalb nahe Siebenbrunnengraben eine charakteristische große Föhre (Schwarzkiefer) mitten im Buchenwald – was auf einen weiteren Kalksporn hinwies. Dieses Mal hatte ich Zeit und Muße, die Föhre zu suchen. Über den Sauluckenweg stieg ich ab. Sie war nicht weit weg von einem der Brunnenhäuser im Graben.

Am Ende der Rippe ein kleiner Absatz und darauf das typische Gras und die einzelne Föhre. Keine Infrastruktur, allenfalls Wegspuren – ein schöner Platz zum Verweilen.

Ich stieg zu einer weiteren Rippe an, da ich aufgrund massenweise niedriges Gebüsch mit vielen Dornengewächsen nicht direkt zum Vierjochkogel queren konnte.

Ich stieß auf den unmarkierten Verbindungsweg zwischen Vierjochkogel und Wilhelmswarte.

Abstecher zur Jubiläumswarte. Dort traf ich die ersten Wanderer.



Ironie der Routenführung: Dieses Mal wollte ich nicht der Gasleitungsschneise folgen und den Großen Schweinkogel auslassen, weil ich zu viel Gatsch erwartete. Am „Normalweg“ hatte dagegen ein Traktor tiefe Spurrillen hinterlassen – man musste auf den Wegrand ausweichen. Den Hüttenwirt der Prokschhütte hatte es noch gefreut, weil man bei der Schnee- und Eislage davor dank der Spuren überhaupt fahren konnte. Jetzt wars nach dem Tauwetter eher mühsam.

Das erste Mal seit Monaten wieder draußen sitzen! Das Chili vom Wild war gut (könnte etwas Schärfe vertragen …), dazu ein Blutwurz.



Über den Irblinggraben stieg ich ein Stück ab und wechselte dann auf den Kamm des Heferlbergs (Trockenrasengebiet).



Es herrschte noch tote Hose am Heferlberg. Ich sah nirgends etwas Blühendes. Steil stieg ich zum Wasserleitungsweg ab.




Dann wurde es sogar noch spannend. Ich kam um 15.50 beim Bahnhof an. Der Schranken war schon unten. Ich sah den Zug einfahren und sprintete durch die Unterführung, schaffte gerade so die Stufen hinauf, als der Zug schon da war. Mit etwa zehn Sekunden Spielraum wurde es so noch der frühere Zug nach Hause.