Erste Frühlingsvorboten bei der Anninger-Runde (25.02.26)

Track auf der Open Topo Map

Wegführung: Gumpoldskirchen Bf. (9.45) – Steinweg – Anninger/Wilhelmswarte (675m) – Vierjochkogel (651m) – Eschenkogel/Jubiläumswarte (653m) – Pfaffstättner Kogel/Klesheimwarte (541m) – Heferlberg – Wasserleitungsweg – Gumpoldskirchen Bf. (15.51)

Höhenmeter: 670 | Strecke: 16.0km | Reine Gehzeit: ca. 4,5 Stunden

Viecher: Zitronenfalter, Buntspechte

Ein Tag, an dem gefühlt alle meine Wandersleut im Bekanntenkreis unterwegs waren. Die einen suchten den Schnee, der ziemlich sulzig und schwer war, ich suchte Wärme und Farben in der Natur nach den langen Wochen eisigen Nebelwetters. Auf meiner üblichen Runde fand ich die Frühlingsvorboten, und kam auch mit dem Sonnenschein auf meine Kosten. Negativer Beigeschmack nur durch die starke Haselpollenbelastung (vor allem Kopfweh), was ich aber durch Antihistaminika rasch in den Griff bekam).

Gumpoldskirchen mit dem Weinkater auf der Hauswand und Rathausturm
Wer gewann heute den Ehrenpreis?

Die ersten (letzten) Schneereste sah ich ausgerechnet bereits bei den Weinbergen oberhalb des Kreuzwegs auf ca. 300m Seehöhe. Oben am Kamm dann nurmehr vereinzelt Schneereste. Dafür viel Gatsch.

Erster Bärlauch ab ca. 500m Seehöhe am Steinweg
Junger Buntspecht bei der Arbeit, auffallend der gelbe Fleck auf der Stirn
Eines von zahlreichen Schneeglöckchen

Nach einer Stunde und fünf Minuten Gehzeit erreichte ich den höchsten Punkt am Anninger (Wilhelmswarte):

Ausgeputzter Himmel im Südwesten mit flacher Cumuli-Bewölkung

Von der Wilhelmswarte blickte ich schon oft zum Vierjochkogel und sah etwas unterhalb nahe Siebenbrunnengraben eine charakteristische große Föhre (Schwarzkiefer) mitten im Buchenwald – was auf einen weiteren Kalksporn hinwies. Dieses Mal hatte ich Zeit und Muße, die Föhre zu suchen. Über den Sauluckenweg stieg ich ab. Sie war nicht weit weg von einem der Brunnenhäuser im Graben.

Wegloser Anstieg auf eine Kalkrippe

Am Ende der Rippe ein kleiner Absatz und darauf das typische Gras und die einzelne Föhre. Keine Infrastruktur, allenfalls Wegspuren – ein schöner Platz zum Verweilen.

Corpus delicti

Ich stieg zu einer weiteren Rippe an, da ich aufgrund massenweise niedriges Gebüsch mit vielen Dornengewächsen nicht direkt zum Vierjochkogel queren konnte.

Durchaus beachtliche Felsgebilde am Kamm

Ich stieß auf den unmarkierten Verbindungsweg zwischen Vierjochkogel und Wilhelmswarte.

Medugorje, Ortsgemeinschaft in Bosnien und Herzegowina, seit 1981 katholischer Wallfahrtsort nach einer angeblichen Marienerscheinung

Abstecher zur Jubiläumswarte. Dort traf ich die ersten Wanderer.

Wiener Berg City links, Kaisermühlen rechts. Dazwischen Donauturm. Vorne rechts Wasserturm Favoriten
Unterberg (1342m) noch mit brauchbarem Schnee für Abfahrten vom Gipfel
Im Vordergrund Hinterbrühl mit dem „Weißen Kreuz“ links, im Hintergrund Gießhübl mit Pfarrkirche, dazwischen Hundskogel (433m).

Ironie der Routenführung: Dieses Mal wollte ich nicht der Gasleitungsschneise folgen und den Großen Schweinkogel auslassen, weil ich zu viel Gatsch erwartete. Am „Normalweg“ hatte dagegen ein Traktor tiefe Spurrillen hinterlassen – man musste auf den Wegrand ausweichen. Den Hüttenwirt der Prokschhütte hatte es noch gefreut, weil man bei der Schnee- und Eislage davor dank der Spuren überhaupt fahren konnte. Jetzt wars nach dem Tauwetter eher mühsam.

Premiumgatsch

Das erste Mal seit Monaten wieder draußen sitzen! Das Chili vom Wild war gut (könnte etwas Schärfe vertragen …), dazu ein Blutwurz.

Ausblick: Positiv
Blick von der Klesheimwarte auf den Alpenostrand, mit Harzberg(turm) rechts, dahinter Hohe Wand, mittig hinten Wechselstock, links Rosalia.
Ausgeputztes Wiener Becken

Über den Irblinggraben stieg ich ein Stück ab und wechselte dann auf den Kamm des Heferlbergs (Trockenrasengebiet).

Sporadische Primeln
Sporadische Leberblümchen
Noch nichts los am Heferlberg, in zwei bis drei Monaten blühen hier erste Orchideen

Es herrschte noch tote Hose am Heferlberg. Ich sah nirgends etwas Blühendes. Steil stieg ich zum Wasserleitungsweg ab.

A380er über dem Flugsicherungstower, im Hintergrund Kleine Karpaten
Wasserleitungsweg – im Hintergrund die Pfarrkirche Gumpoldskirchen
Oben wird man weiter sehen
Gold-Krokus (Crocus flavus) in einem Garten in Gumpoldskirchen

Dann wurde es sogar noch spannend. Ich kam um 15.50 beim Bahnhof an. Der Schranken war schon unten. Ich sah den Zug einfahren und sprintete durch die Unterführung, schaffte gerade so die Stufen hinauf, als der Zug schon da war. Mit etwa zehn Sekunden Spielraum wurde es so noch der frühere Zug nach Hause.

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