
Wegführung: Forchtenstein Parkplatz (10.00) – Wulkatal – Heuberg (748m, 11.05-11.35) – Steinkopf Aussichtsturm (740m, 12.40-13.30) – Hochbergbachgraben – Parkplatz (15.40)
Höhenmeter: 520 | Strecke: 14,2km | Reine Gehzeit: ca. 4 Stunden
Viecher: Schwarzspechte, Hunde
Vor dem Wintereinbruch schafften es Wolfgang und ich noch ins Rosaliengebirge. Für mich der zweite Besuch nach über fünfzehn Jahren. Damals war ich nur am Heuberg. Dieses Mal wollten wir uns den ganzjährig begehbaren Aussichtsturm Wiesen-Lanzenkirchen am Steinkogel (ältere Karten: Steinkopf) anschauen. Es war ein windiger, aber trockener Übergangstag. Am Nachmittag drehte der Wind auf Südost zurück und schlief dabei ein.
Wir parkten oberhalb der Burg, wo sich unsere Runde schließen sollte. Forchtenstein wurde urkundlich erstmals im Jahr 1343 als Ferchiton genannt. Bis zum Anschluss an Österreich 1921 hieß der Ort Fraknó.

Der markierte Weg führt erst entlang der Häuserzeile am steilen Hang oberhalb der Wulka und dann im Wald entlang. Durchaus schön zu gehen.


Beim Gipfelhang entfaltete sich das Panorama vom Wienerwald über Leithagebirge und Kleine Karpaten bis Neusiedler See und Günser Gebirge.


Die klare Luft erlaubte, weite Bereiche des Neusiedler Sees zu überblicken.



Die Sicht nach Südosten war leider etwas eingeschränkt, aber ein paar Hügel im Bakonygebirge gingen sich trotzdem aus:










Überraschungsdurchgucker: Hochschwab und Veitsch hinterm Preiner Gscheid!

Am Nachmittag stabilisierte die Atmosphäre unter Zwischenhocheinfluss. Dadurch waren hochreichende Gebirgswellen begünstigt, was sich hier in den länglichen Föhnwolken gezeigt hat:

Richtung Neusiedler See wurde die Luft nun immer klarer:


Neben der Burg Forchtenstein der zweite markante Kalkberg im sonst aus Gneis und Glimmerschiefer bestehendem Rosaliengebirge.


Der ursprünglich markierte Weg weist zwar noch ein paar verblichene Markierungen auf, ist aber zugewachsen mit dichtem Gestrüpp. Daher wichen wir auf die parallel verlaufende Pipeline-Schneise aus – die Pipeline verbindet auf 420km Länge Wien mit der Adria.



Der tief eingeschnittene Hochbergbachgraben brachte uns dann letztendlich samt Gegenanstieg auf die 500hm Gesamtanstieg.




Zahlreiche ältere Gemäuer oberhalb der Schreinermühle deuten auf jahrhundertelange Steinbruchtätigkeit hin, belegt ist er hier seit dem Jahr 1749.



Die Josephinische Landesaufnahme von Ungarn zeigt in der Nähe des ehemaligen Steinbruchs das „Schloss Neustift“ (mehr zu Neustift).

Mehr hab ich dazu leider nicht gefunden. Es ist zumindest von einem historischen Kalkbrennofen die Rede.


Zwei Tage vorher haben meine Kollegen noch vom Flugsicherungstower die Burg Forchtenstein gesehen, sie wurde von der Sonne angestrahlt. Hier der Blick in die Gegenrichtung:


Beim Parkplatz beendeten wir die auch aus kulturgeschichtlicher Hinsicht interessante Runde.