
orange „Solidarität in Höhenmetern“, darunter in weiß „Vielen Dank für diese starke Aktion!“.
Unten rechts ist das Logo der Österreichischen Gesellschaft für ME/CFS (ÖG ME/CFS) zu sehen (Grafik von MECFS übernommen)
Vom 1. September bis 31. Dezember 2025 hatte ich angekündigt, 10 Cent pro erwanderte Höhenmeter am Berg an die Österreichische MECFS-Hilfe zu spenden. Die letzte Wanderung fand am Silvestertag in den Föhrenbergen mit langjährigen Wanderfreunden statt. Das Wanderwetter war in der ersten Herbsthälfte zwar etwas durchwachsen, hatte mich aber nicht wirklich abgehalten.
MECFS steht für Myalgische Enzephalitis/Chronic Fatigue Syndrome – und ist eine schwere neuroimmunologische Erkrankung, die gehäuft nach Virusinfektionen auftritt. Leitsymptom ist PEM – Post Exertion Malaise, nach körperlicher und auch geistiger Anstrengung tritt eine oft mehrtägige Zustandsverschlechterung ein, die sich auch in Ruhe nicht bessert. Es gibt bisher keinen eindeutigen Auslöser oder klare Biomarker. Die Diagnose wird im Schnitt erst nach 5 Jahren gestellt und Betroffene haben einen langen Leidensweg hinter sich. Mit der Corona-Pandemie hat sich die Zahl der Betroffenen um zehntausende Menschen erhöht.
In Summe erwanderte ich in diesem Zeitraum 24 700 Höhenmeter. Damit betrug meine Spende 2470 Euro. Ich stand zu meinem Wort und überwies den Betrag mit Jahresbeginn 2026.
Ich hoffe, damit einen Beitrag zur finanziellen Unterstützung der Betroffenen leisten zu können. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass chronische Erkrankungen auf Dauer kostspielig sind. Wenn sie noch dazu zur Arbeitsunfähigkeit führen oder in Teilzeit zwingen, werden nötige (Off-label) Medikamente und Therapien schnell eine große finanzielle Herausforderung. Dazu kommen Rechtsstreitigkeiten mit der PVA, die die Schwere der Erkrankung und damit verbundenen Pflegegrad nicht anerkennen will, sowie teure Facharzttermine überwiegend bei Wahl- oder Privatärzten. In Österreich kommt noch die ungebremste Inflation seit Jahren hinzu mit hohen Mieten und steigenden Kosten im alltäglichen Leben.
Es gibt jedenfalls viele Gründe, neben Aufklärung und Bewusstseinsschaffung auch einen finanziellen Beitrag zu leisten, um den Betroffenen zu helfen.
Mit meiner Aktion hoffe ich außerdem, Nachahmer zu finden mit ähnlichen oder anderen kreativen Aktionen. Darüber hinaus danke ich den engagierten österreichischen Journalistinnen und Journalisten, die am Thema MECFS dranbleiben, und gemeinsam mit den PatientenvertreterInnen, Angehörigen und engagierten FachärztInnen die Politik zu Handlungen zwingen, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und an längst überfälligen Therapien zu forschen.